Wissenschaft

Wissenschaft – sowohl Segen als auch Fluch

Ohne die Wissenschaft wäre unser Leben bei weitem nicht so komfortabel wie es heute ist. Andererseits hätten wir auch nicht so viele Sorgen.

Die Wissenschaft an sich ist eigentlich neutral.Im Endeffekt waren es immer Menschen, die Entdeckungen und Innovationen in der einen oder in der anderen Richtung verwandt haben. Alupfannen, diese überaus praktischen Teile, gibt es zum Beispiel nur, weil Wissenschaftler diesen Stoff für die Raumfahrt entwickelt haben. Atomwaffen gibt es allerdings auch nur, weil es irgendeinem Wissenschaftler gelungen ist, ein Atom zu spalten.

Das Problem bei der Wissenschaft ist nicht, dass von ihr alles mögliche entdeckt und entwickelt wird. Vieles von dem, was die Wissenschaft hervorbringt, ist geradezu fantastisch. Das Problem fängt immer an dem Punkt an, wo andere Menschen realisieren, dass man mit oder durch diese Entdeckung viel Geld machen kann.

Betrachtet man beispielsweise die medizinische Forschung. Die Wissenschaftler haben es vor einigen Jahren geschafft, herauszufinden, dass und wie es möglich ist, eine Niere zu transplantieren, so dass sie von dem Körper des Patienten angenommen wird und er zukünftig nicht mehr an ein Dialysegerät muss. So weit, so wunderbar.

Leider hat sich dann im Laufe der Zeit aber herausgestellt, dass es viel mehr Patienten als Spenderorgane gibt. Und schon war ein neuer Markt geboren. Viele Menschen aus ärmeren Regionen der Welt verkaufen eine ihrer Nieren an reiche, aber kranke Menschen. Solange sie dies freiwillig tun und auch das Geld dafür erhalten, ist es zwar immer noch nicht in Ordnung, aber wie immer auf dieser Welt, geht es ja auch noch einen Deut schlimmer. Mittlerweile verschwinden immer wieder Menschen aus Dritte Welt Ländern spurlos. Taucht durch Zufall doch wieder einmal einer von ihnen auf, ist er tot und ausgeweidet. Organhändler sind nämlich auf den Gedanken gekommen, dass zwei Nieren doppelt soviel Geld einbringen wie eine und nehmen keine Rücksicht auf die Tatsache, dass jeder Mensch aber mindestens eine Niere zum überleben benötigt.

Der Fehler oder das Problem liegt hier aber nicht bei der Wissenschaft, die herausgefunden hat, wie das Transplantieren von Organen funktioniert, sondern bei den Menschen, die die Not und Armut andere Menschen skrupellos ausnutzen. Solche Beispiele, wie Entdeckungen der Wissenschaft ausgenutzt werden, um damit Geld zu machen gibt es sehr viele. Trotz allem kann es aber nicht der Weg sein, Wissenschaft und Forschung zu verbieten oder einzuschränken.


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