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Vortrag: Der Opfer-Täter-Dialog in der Wahrheitskommission Südafrikas(idw) 170 /2004 (Opfer-Täter-Dialog) Der Psychotherapeutische Arbeitskreis für Betroffene des Holocaust (PAKH e.V.) und die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität zu Köln laden ein zum 9. Samstagsgespräch, diesmal mit der südafrikanischen Wissenschaftlerin und Menschenrechtlerin Professorin Dr. Pumla Gobodo-Madikizela (Universität Kapstadt), die am Samstag, dem 30. Oktober 2004, von 10.30 - 16.30 Uhr über das Thema "Trauma, Forgiveness and Reconciliation" - Die Dynamik des Opfer-Täter-Dialoges in der Wahrheitskommission Südafrikas - sprechen wird. Professorin Dr. Pumla Gobodo-Madikizela lehrt Klinische Psychologie an der Universität Kapstadt und ist gleichzeitig Gründerin, Beraterin und Lehrende an verschiedenen Institutionen Südafrikas, den USA und Nordirlands, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Terror, Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in politischen Systemen nicht nur per Gesetz zu ahnden, sondern mithilfe eines Täter-Opfer-Dialogs zur Verständigung, psychischer Verarbeitung und Versöhnung beizutragen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Trauma-Erfahrungen in sozialen und politischen Systemen, Prozesse von Verzeihen (forgiveness), Versöhnen (reconciliation) und der Täter-Opfer-Dialog und seine Auswirkungen. Neben einer Reihe von Veröffentlichungen in psychoanalytischen und psychologischen Zeitschriften schrieb sie das bewegende Buch "A Human Being Died That Night - A Story of Forgiveness", das in den USA, Südafrika und den Niederlanden erschien und für das sie kürzlich den Alan Paton-Preis in Südafrika erhielt. Aufgewachsen in einem Township während des Apartheid-Systems, war Pumla Gobodo-Madikizela gezwungen, zunächst an einer Universität für farbige Afrikaner zu studieren, bis sie mit Sondergenehmigung an der Rhodes-Universität für Weiße weiterstudieren und ihren Doktortitel erwerben konnte. Von 1996 bis 1998 war sie Mitglied der "Truth and Reconciliation Commission" (TRC), der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika, bevor sie 1998 in den USA Vorträge hielt und sozialen und politischen Institutionen beratend zur Seite stand. Später beriet sie in Nordirland zu den Themen: Vergebung, Versöhnung und Umgang mit persönlichen und politischen Trauma-Erfahrungen. Basierend auf diesen Erfahrungen wird Frau Dr. Pumla Gobodo-Madikizela über die psychodynamischen Bedingungen der Täter-Opfer-Beziehungen sowie über die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen von Wiedergutmachung und Vergebung sprechen. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten. Eine deutsche Übersetzung wird vorliegen. In der Aussprache und Diskussion kann übersetzt werden. Diese Veranstaltung ist als Gesprächs- und Diskussionsforum konzipiert und dient dem Austausch und der Vertiefung von Themen, die mit der Vergangenheitsbewältigung des Holocaust und seinen transgenerationellen Folgen zu tun haben. Der Unkostenbeitrag beträgt für Vereinsmitglieder 8, - Euro, für Nicht-Mitglieder 10,- Euro. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.uni-koeln.de/med-fak/psysom/index1.html abrufbar. (45 Zeilen à 60 Anschläge) Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Bernd Sonntag unter der Telefonnummer 0221/478-4103, der Fax-Nummer 0221/478-3103 und unter der Email-Adresse bernd.sonntag@medizin.uni-koeln.de zur Verfügung. Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/. Sachgebiet: Geschichte, Gesellschaft, Politik und Recht, Psychologie von: Universität zu Köln Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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