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Neue Strategien im Kampf mit der alljährlichen Influenza



Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena veranstaltet am 23. Oktober Symposium zu den Fortschritten in der Virologie

(idw) Jena (22.10.04) Sie sind unheimlich und bedrohlich: Viren und Viruserkrankungen kommen unbemerkt, können jeden treffen und breiten sich rasend schnell aus. Dass die winzigen Zellparasiten nicht unterschätzt werden sollten, zeigte sich zuletzt im vergangenen Jahr, als mit SARS (Schweres Atemnotsyndrom) ein bisher unbekanntes Virus eine Epidemie auslöste.

Angesichts solcher spektakulären Fälle der Bekämpfung von Viruskrankheiten geraten die "vertrauten" Viren und deren Erforschung oft in den Hintergrund. Influenza, Masern oder Polio gelangen erst wieder ins Bewusstsein, wenn auch bei diesen scheinbar besiegten Infektionskrankheiten Epidemien drohen. Dass dies in Europa immer seltener der Fall ist, ist auch ein Verdienst der vorbeugenden Maßnahmen in der klinischen Virologie - der Schutzimpfungen. Impfmaßnahmen retten jährlich Millionen Menschen das Leben oder bewahren sie vor schweren gesundheitlichen Schäden.

Diese und andere "Fortschritte der Virologie in Therapie und Prophylaxe" sind Thema des gleichnamigen Symposiums an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Das Institut für Virologie und Antivirale Therapie des Universitätsklinikums ehrt damit gleichzeitig den Institutsleiter Prof. Dr. Peter Wutzler, der in diesen Tagen seinen 60. Geburtstag begeht. Die Themen der am Samstag (23.10.) stattfindenden wissenschaftlichen Tagung entsprechen den Forschungsschwerpunkten Prof. Wutzlers, der sich in den vergangenen Jahren neben der Impfung gegen Windpocken insbesondere mit der Entwicklung von Medikamenten gegen Viruserkrankungen beschäftigt hat. So war er u.a. an der Entwicklung von "Brivudin" beteiligt, einem der wirksamsten Präparate zur Behandlung von Gürtelrose, das in vielen Ländern eingesetzt wird.

Einen weiteren Themenschwerpunkt bildet auf der Tagung, zu der etwa 100 Mediziner und Weggefährten von Prof. Wutzler erwartet werden, auch die Vorstellung neuer Strategien zur Bekämpfung der Influenza. Hier stehen vor allem Überlegungen zum Stellenwert der vorbeugenden Impfung und des Einsatzes antiviraler Hemmstoffe im Mittelpunkt der Debatte.
Dieses Thema zeigt gleichzeitig auch die große Aktualität der virologischen Forschung: Gerade beginnt eine neue Hoch-Zeit für Influenza.

Tagungsort für das Symposium "Fortschritt der Virologie in Therapie und Prophylaxe" ist das Hotel Steigenberger Esplanade in Jena.
(Helena Reinhardt)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Wutzler
Institut für Virologie und Antivirale Therapie der Universität Jena
Tel. 03641/657300
E-Mail: peter.wutzler@med.uni-jena.de

Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften

von: Friedrich-Schiller-Universität Jena
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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