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Nicht ganz dicht: Stentgraftprothesen müssen verbessert werdenGeronnenes Blut (Thrombus) erfüllt nur mangelhaft die Rolle als natürliches Material zur Abdichtung von Stentgraftprothesen im Bereich der Bauchschlagader. Das haben Anne Gebert von der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) sowie Dr. med. Christian Wintzer vom Allgemeinen Krankenhaus Harburg (AKH) in einer gemeinsam erstellten Studie festgestellt. (idw) Die Nachwuchswissenschaftlerin und der Mediziner kommen in ihrer umfassenden Untersuchung zu dem Schluss, dass der Thrombus initial keine vollkommene Abdichtung gewährleistet. Basierend auf diesen Ergebnissen sind Verbesserungen der Implantate bezüglich der Abdichtung zum Erfolg des Eingriffs unabdingbar. Hintergrund: Die Implantation von Stentgraftprothesen, das sind mit einem textilen Mantel umhüllte, sich selbst entfaltende Metallkörbchen, ist eine etablierte medizinische Methode, insbesondere bei Notfalloperationen. Das minimalinvasive Verfahren ist patientenschonend, dennoch ist dessen Indikationsbreite für an Arteriosklerose erkrankte Menschen eingeschränkt. Komplikationen des Verfahrens sind unter anderem so genannte Endoleckagen. Das ist der Fall, wenn sich das Blut der Arterie ungehindert seinen Weg zwischen der Außenwand des Implantats und der Innenwand der Arterie bahnen kann, und somit erneut eine Belastung der Bauchschlagader eintritt. Stentprothesen müssen in 10 bis 30 Prozent der Fälle neu gerichtet werden. Der Thrombus dient, wie sich herausstellt, als nicht hinreichende Abdichtung sowohl an den Fixationsarealen des Implantats im Gefäß als auch entlang der zumeist wasserdurchlässigen Prothese. In der in Kooperation zwischen der TUHH, dem AK Harburg und der Firma Aesculap/Braun durchgeführten Studie wird dies als Mechanismus gewertet, der zu einer ausbleibenden Schrumpfung oder erneuten Belastung der Gefäß-Aussackung und somit zu einem Funktionsverlust des Implantats führen kann. Sachgebiet: Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Medizin und Gesundheitswissenschaften, Werkstoffwissenschaften von: Technische Universität Hamburg-Harburg Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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