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Ausgezeichnete junge Life-Science-ForscherDrei junge Nachwuchswissenschaftler werden in diesem Jahr für ihre Diplomarbeiten mit dem Hugo-Geiger-Preis geehrt: Der Physiker Frank Meinecke aus Berlin, der Biologe Jochen Schwenk aus Stuttgart und die Medizintechnikerin Michaela Harz aus Jena. (idw) Gläser klirren, Teller klappern, Musik und Gespräche erschallen. "Die Cocktailparty ist ein gutes Beispiel für die Überlagerung von Signalen", erläutert der mit dem ersten Hugo-Geiger-Preis ausgezeichnete Physiker Frank Meinecke. Auch bei EEG, EKG oder MEG wird eine Mischung überlagerter Signale gemessen. Die biophysikalischen Ursprungssignale sind dabei jedoch kaum zu erfassen. Mit statistischen Projektionstechniken wie der Independent Compound Analysis ICA können blinde Quellen systematisch getrennt werden. Meinecke gelang es am Fraunhofer FIRST in Berlin, mit speziellen Algorithmen die Qualität und die Verlässlichkeit der Methoden zur blinden Quellentrennung zu beurteilen. Die Ergebnisse seiner Arbeit lassen sich in der Biomedizin anwenden, etwa zur genauen Identifikation und Lokalisation von neuronalen Quellen im Gehirn. Preisträger: Den zweiten Preis erhielt Jochen Schwenk. Er hat am Fraunhofer IGB in Stuttgart neue Ansätze zur Identifizierung potenzieller Virulenzfaktoren in Candida albicans erforscht. Der Hefepilz kann bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem lebensbedrohliche Infektionen verursachen. Antimykotika weisen bisher erhebliche Nebenwirkungen auf. Damit Biowissenschaftler ein maßgeschneidertes Medikament entwickeln können, müssen sie mehr über die Wirkungsmechanismen des Pilzes wissen. "Die Proteine, die die Adhäsion vermitteln, sitzen in der Zellwand", erklärt Schwenk. Er hat ein zweistufiges Verfahren entwickelt, mit dem diese Proteine aus der Zellwand isoliert und anschließend analysiert werden können. Insgesamt identifizierte er damit 14 verschiedene und ein bislang unbekanntes Zellwandprotein. Preisträger: Den dritten Preis erhielt Michaela Harz aus Jena. Sie hat am Fraunhofer IOF einen SPR-Sensor zur parallelen Detektion von mehreren biochemischen Proben entwickelt. Wenn der Arzt die Blutprobe eines Patienten ins Labor schickt, um sie auf bestimmte Krankheitserreger testen zu lassen, dauert dies oft Tage. Ideal wäre es, wenn die Untersuchung gleich während des Arztbesuchs erfolgen könnte. Mit der Mikrotechnologie ist diese Vision fast schon Realität geworden. Die Medizintechnikerin entwickelte einen miniaturisierten Messaufbau, mit dem sich gleichzeitig mehrere Proben mithilfe des Prinzips der Oberflächen-Plasmonen-Resonanz untersuchen lassen. Über die zeitabhängige Bindungsreaktion von Biomolekülen an der Oberfläche konnte die Funktion des Systems nachgewiesen werden. Messablauf, Datenerfassung und -auswertung werden automatisch gesteuert. Der Messaufbau wurde vom IOF zum Patent angemeldet. Preisträgerin: * Hugo-Geiger-Preis - Wissenschaftlichen Nachwuchs fördern Sachgebiet: Biologie und Biotechnologie, Chemie und Biochemie, Informationstechnologie von: Fraunhofer-Gesellschaft Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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