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Präeklampsie - gefährlich für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder



Leipziger Geburtsmediziner bringen Kliniker und Grundlagenforscher zum 2. Leipziger Workshop ''Präeklampsie'' an einen Tisch, um dem gefährlichen Krankheitsbild schneller auf die Spur zu kommen.

(idw) Zeit: 00. 2005
Ort: Universitätsfrauenklinik
Philip-Rosenthalstraße 55

"Sie ist eine der gefährlichsten Erkrankungen in der Schwangerschaft, die Mutter und Kind bedroht und sehr oft zu einer Frühgeburt führt", erklärt Prof. Dr. Dr. Michael Höckel, Direktor der Universitätsfrauenklinik Leipzig. Nach wie vor kennt man nur die Symptome, nicht aber die Ursachen, nach denen Wissenschaftler verschiedener Fachgebiete suchen. Das ist einerseits erfreulich, weil damit eine breite Palette der Ursachenforschung abgedeckt wird. Andererseits birgt es die Gefahr in sich, dass der Wissenschaftleraustausch auf die Fachgebiete beschränkt bleibt und der gemeinsame Nenner - das konkrete Krankheitsbild in der Praxis des behandelnden Arztes - verloren geht. "Hier Abhilfe im Sinne einer besseren Kommunikation zu schaffen, ist das Verdienst von PD Dr. Holger Stepan aus meiner Klinik, der mit dem Leipziger Präeklampsie-Workshop ein Forum für Grundlagenwissenschaftler, klinische Forscher und praktisch tätige Ärzte schuf, die sich mit dem Thema "Präeklampsie" befassen.", so Prof. Höckel.

Mehr als 5 % der Schwangeren entwickeln eine Präeklampsie. Die Symptome sind Bluthochdruck, Eiweißausscheidung im Urin und Wasseransammlungen im Gewebe. Hinzu kommt eine Fehlfunktion der Plazenta, so dass das ungeborene Kind nicht ausreichend versorgt wird. In besonders ausgeprägten Fällen kommt es zu eklamptischen Anfällen, die für Mutter und Kind tödlich ausgehen können.

"Die Krankheit ist kaum vorhersagbar", erläutert PD Dr. Holger Stepan. Er rät deshalb zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen einschließlich einer Messung der Uterusdurchblutung mittels Ultraschall. Die Symptome können dann rechtzeitig erkannt und eine entsprechende Überwachung der Schwangerschaft eingeleitet werden. "Wenn es uns gelänge, praktisch handhabbare Marker für die Früherkennung der Krankheit zu finden, könnten die betroffenen Frauen besser in ein wirksames Betreuungsprogramm eingebunden werden. An eine wirkliche Behandlung der Präeklampsie ist aber erst denkbar, wenn die Ursache geklärt ist.", resümiert der Geburtsmediziner.

weitere Informationen:
Priv.-Doz. Dr. med. Holger Stepan
Telefon: 0341 97-23534
E-Mail: steh@medizin.uni-leipzig.de

Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften

von: Universität Leipzig
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft



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