|
||||||||||
Die neue Nähe zum IslamWissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin beschäftigen sich mit der Rolle arabisch-islamischer Organisationen im heutigen Kasachstan (idw) In Kasachstan - und anderen Ländern Zentralasiens, die historisch gesehen zum Verbreitungsgebiet des Islam gehören - kam es mit dem Zerfall der Sowjetunion zu einer Annäherung vieler Menschen an die arabisch-islamische Welt. Entsprechend erweiterten sich in den jeweiligen Gesellschaften die Kenntnisse über die islamische Kultur. Dies ist der Ausgangspunkt des neuen Forschungsvorhabens "Arabisch-islamische Organisationen im gegenwärtigen Kasachstan: exogener Einfluss auf die islamische Erneuerung der lokalen Gemeinschaft", das die VolkswagenStiftung mit rund 240.000 Euro im Rahmen ihrer Initiative "Zwischen Europa und Orient - Mittelasien/Kaukasus im Fokus der Wissenschaft" fördert. Unter Beteiligung von Wissenschaftlern vor Ort möchten Professor Dr. Peter Heine und Dr. Dina Wilkowsky vom Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität Berlin die Inhalte, Formen und Ziele des Engagements arabisch-islamischer Stiftungen und Wohlfahrtsorganisationen auf dem Territorium Kasachstans während der vergangenen zehn Jahre untersuchen. Die Wissenschaftler wollen zunächst sowohl die Strukturen und Finanzgrundlagen dieser Organisationen als auch deren Tätigkeitsfelder - etwa Bildung, Aufklärung, Wohltätigkeit - analysieren und in einem zweiten Schritt ermitteln, welche Bevölkerungsgruppen davon wie stark erfasst werden. Des Weiteren ist geplant, im religiösen Süden des Landes die Arbeit ausgewählter kasachisch-arabischer Bildungseinrichtungen zu erforschen: zum einen - als Institution des offiziellen Islam - das mit Unterstützung der ägyptischen Regierung im Jahre 2001 eröffnete Islamische Kulturzentrum Nur-Mubarak in Almaty, zum anderen - als Beispiele für private Institutionen - die 1997 mit Hilfe arabischer Stiftungen geschaffene Kasachisch-Arabische Universität und die Kasachisch-Kuwaitische Universität in Schymkent. Als Quellen nutzen die Forscher die von den Organisationen herausgegebenen Broschüren in arabischer, kasachischer und russischer Sprache, wissenschaftliche Publikationen verschiedener Forschungsinstitute Kasachstans und andere relevante Sekundärliteratur. Darüber hinaus interviewen sie Vertreter der arabisch-islamischen Organisationen, Mitarbeiter staatlicher Institutionen und der "Geistlichen Verwaltung der Muslime Kasachstans" - sowie Vertreter der untersuchten Bildungseinrichtungen und Hochschulen. Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/presse-news/presse04/20102004.pdf. Kontakt Förderinitiative der Kontakt HU Berlin Sachgebiet: Geschichte, Gesellschaft, Politik und Recht, Religion und Philosophie, Sprache und Literatur von: VolkswagenStiftung Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
|
Linktipps:
|