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Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt - Standortnachteil für ostdeutsche WirtschaftForschungsinformation: Der Kriminologe Prof. Dr. Kai-D. Bussmann und der Soziologe Markus M. Werle legen Ergebnisse einer Umfrage vor. 600 Unternehmen wurden befragt, inwieweit sie Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt als Standortnachteil bewerten. (idw) Unternehmen benötigen ein innovationsfreundliches, zukunftsorientiertes und tolerantes gesellschaftliches Klima um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Deshalb wird in Zeiten schwachen Wirtschaftswachstums und steigender Konkurrenz zwischen attraktiven Standorten das Image einer Region durch "weiche" Standortfaktoren wie Lebensqualität, aber auch die regionale Kriminalitätsbelastung und Fremdenfeindlichkeit besonders geprägt, wie eine Umfrage unter 600 Unternehmen aufzeigt, die von Prof. Kai-D. Bussmann und Dipl.-Soz. Markus M. Werle von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vorgenommen wurde. Handicap für ostdeutsche Wirtschaft Gerade für Ostdeutschland, aber nicht nur dort, werden Fremdenfeindlichkeit und rechte Gewalt mit einzelnen Regionen assoziiert. Negative Erfahrungen der Unternehmen vor Ort decken sich mit dem geschädigten Image einer Region, welches auch auswärtige Unternehmen wahrnehmen. Sechsmal mehr Bewerberabsagen im Osten wegen Fremdenfeindlichkeit Mit Fremdenfeindlichkeit und rechter Gewalt können leicht Intoleranz und Innovationsfeindlichkeit assoziiert werden. Gerade internationale Großunternehmen und Unternehmen mit Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sind hier besonders empfindlich, denn sie beschäftigen mehr als andere Unternehmen hochqualifizierte Fachkräfte aus dem In- und Ausland. Und nicht zuletzt wird auch die Lebensqualität fremdländisch aussehende Familienangehörige von der Problematik tangiert. Standortnachteil Fremdenfeindlichkeit - rechte Gewalt wichtigster Indikator Die Erfahrungen der Betriebe zeigen außerdem, dass Stellenbewerber kaum zwischen Fremdenfeindlichkeit und rechter Gewalt unterscheiden. Fremdenfeindlichkeit und erst recht rechtsradikale Gewalt sind somit eindeutig negative Standortfaktoren im Wettbewerb der Regionen um Wirtschafts- und Industrieansiedlung. Ansprechpartner: Grafiken zu diesem Beitrag im Internet unter: http://www.verwaltung.uni-halle.de/DEZERN1/PRESSE/aktuellemeldungen/bussewer.HTM Sachgebiet: Gesellschaft, Politik und Recht, Psychologie, Wirtschaft von: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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