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Einladung zur Expertenbefragung(idw) Differenzierte Zellen versus mesenchymale Stammzellen Stand der Medizin, klinischer Einsatz, Zukunftsaussichten Im Rahmen der diesjährigen Tagung der deutschen Gesellschaften für Unfall-chirurgie und Orthopädie/Orthopädische Chirurgie, die von Dienstag, den 19. bis Samstag, den 23.10.2004, in Berlin stattfindet, bieten Vertreter des Depart-ments für Orthopädie und Traumatologie am Universitätsklinikum Freiburg und der Charite Berlin ein Expertengespräch zum Thema: "Differenzierte Zellen ver-sus mesenchymale Stammzellen" an. Das Gespräch findet am Freitag, den 22. Oktober 2004, von 12.00 bis 13.00 Uhr im Hauptfoyer des International Con-gress Center (ICC) Berlin statt und ist in der diesjährigen universitären Sonder-austellung "Innovationspark" (Stand Nr. 86/07) integriert, der Einblick in den ak-tuellen Stand der Medizin und den bisherigen klinischen Einsatz gibt. Weitere ak-tuellen Forschungsprojekte sind die Themen: - Vermeidung von Arthrose durch Tissue Engineering? Die Expertenrunde wird zunächst die bisherigen limitierten Behandlungsmöglich-keiten von Gelenkknorpeldefekten (z.B. bei einsetzender Arthrose) zeigen und Einblick in die Erfolge und Grenzen der ersten Generation der Knorpelzell-Transplantation (Zellen in Suspension) geben. Die Notwendigkeit der Entwick-lung von sogenannten 2nd Generation Tissue Engineering Produkten darstellen. Denn hier setzte auch eine erfolgreiche Kooperation der beiden Universitätsklini-ken Freiburg und Berlin an. Das daraus resultierende einzigartige Ergebnis ist die 3D-Gewebetechnologie, die durch den Know-How-Transfer vor ca. 3 Jahren zum klinischen Einsatz gebracht werden konnte. Diese 3D-Gewebetechnologie bietet heute neue Möglichkeiten in der Orthopädischen Chirurgie / Unfallchirurgie. So kann die 3D-Knorpelzell-Transplantation arthroskopisch durchgeführt werden, das erspart dem Patienten die Eröffnung des Kniegelenks. Bei der Wirbelsäulen-fusion (Versteifung) kann schon jetzt auf eine risikoreiche Beckenkammentnah-me, zur Gewinnung von Knochen, verzichtet werden. Die Vorstellung eines wei-teren Forschungsprojektes mit mesenchymalen Stammzellen (Zellen aus dem Knochenmark) wird die mögliche Zukunft der orthopädischen Medizin beleuch-ten. Knorpelzell-Transplantate werden autolog (patienteneigen) aus differenzierten Zellen (hier Knorpelzellen) hergestellt, das bedeutet dem Patienten wird ein klei-nes Knorpelstückchen aus einer wenig belasteten Region des Kniegelenks ent-nommen. Die Knorpelzellen (Chondrozyten) werden im Labor vermehrt. Sie ste-hen nach einem bestimmten Zeitraum als Transplantat zur Verfügung. Dieses Verfahren der Gewebe-Rekonstruktion nennt sich Tissue Engineering. Erstmalig ist die Knorpelzell-Transplantation arthroskopisch möglich. Dr. Christoh Erggelet, Universitätsklinik Freiburg, hat diese Technik entwickelt. In Deutschland wird sie bereits operativ angewandt. Die erste kontrollierte klinische Anwendung wurde in der Universitätsklinik Freiburg durchgeführt. Die 3D-Gewebetechnologie wurde in der Charite in Berlin, durch PD Dr. M. Sittinger entwickelt. Diese Tech-nik wird zwischenzeitlich auch mit Knochenzellen angewandt. Das 3D-Knochen-Transplantat ist ebenfalls im klinischen Einsatz. PD Dr. C. Perka wird über seine Erfahrungen mit dem Knochenzell-Transplantat bei Wirbelsäulenoperationen be-richten. Der Innovationspark gibt Universitäten die Möglichkeit zur themenbezo-genen Präsentation von Forschungsprojekten oder entwickelten Produkten. Die-se Ausstellung findet in diesem Jahr zum erstenmal statt. Kontakt: Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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