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Universitätsklinikum Heidelberg bedankt sich bei Dietmar Hopp für großzügige Spenden



Anschaffung hochmoderner Geräte und Forschungsförderung ermöglichen Hochleistungsmedizin für schwerkranke Kinder

(idw) Spitzenqualität in allen Bereichen der Krankenversorgung und Forschung ist ohne die großzügige Unterstützung von Sponsoren in einem Universitätsklinikum heute nicht mehr möglich. Darauf hat bei einer Pressekonferenz mit Dietmar Hopp am 14. Oktober 2004 die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg, Irmtraut Gürkan, hingewiesen.

Die Dietmar-Hopp-Stiftung, Walldorf, hat das Klinikum seit 1997 mit mehr als 10 Millionen Euro, u.a. für die Anschaffung mehrerer hochmoderner Geräte und die Forschungsförderung, unterstützt. Mit einer Spende konnte in diesem Jahr ein hochmoderner Magnetresonanztomograph (MRT) erworben werden, der mit hoher Feldstärke (3 Tesla) in kurzer Zeit für scharfe Bilder sorgt. Weiterhin unterstützt die Hopp-Stiftung schon seit Jahren das Heidelberger "Neugeborenen-Screening", mit dessen Hilfe schwere angeborene Stoffwechselerkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, Professor Dr. Eike Martin, bedankte sich bei dem Spender für sein kontinuierliches Engagement, das vor allem der Behandlung und Erforschung von schweren Erkrankungen bei Kindern zugute kommt. "Mich befriedigt es sehr, dass ich zum Kampf gegen diese Erkrankungen beitragen kann", sagte Dietmar Hopp. Im Universitätsklinikum Heidelberg wisse er die Spenden in guten Händen; er wolle auch weiterhin Unterstützung leisten.

Neuer Magnetresonanztomograph: Schärfere Bilder in kürzerer Zeit

"Der neue 3-Tesla-MRT ist eines der wenigen Hochleistungsgeräte dieser Art, das bereits in der Patientenversorgung eingesetzt wird", sagte Professor Dr. Klaus Sartor, Ärztlicher Direktor der Abteilung Neuroradiologie. Vor allem Kinder würden davon profitieren, dass schärfere Aufnahmen in kürzerer Zeit gemacht werden könnten. So lassen sich mit dem MRT bereits kleinste Veränderungen des Hirngewebes feststellen, die zu epileptischen Anfällen führen können. Darüber hinaus kann das MRT den Funktionsausfall einzelner Gehirnareale anhand des ausgefallenen Sauerstoffverbrauchs sichtbar machen.

Von dem exakten Blick in das Gehirn profitieren auch die kleinen Patienten, die wegen eines Tumors bestrahlt oder operiert werden müssen. Auch in diesem Bereich hat die Dietmar-Hopp-Stiftung sich großzügig engagiert: Seit 1997 wird in der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie ein mit Spendengeldern erworbener Linearbeschleuniger betrieben. "Mit dem in Heidelberg entwickelten Hochpräzisionsverfahren, das gesundes Gewebe schont und gleichzeitig den Tumor effektiv bestrahlt, werden Kinder aus dem gesamten Bundesgebiet bestrahlt", sagte Professor Dr. Dr. Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der Abteilung und dankte im Namen der Kinder und Eltern dem Spender Dietmar Hopp.

Neugeborenen-Screening: Mehr als 2.000 erkrankte Kinder wurden entdeckt

Auch das Neuborenen-Screening hat zahlreiche Kinder vor schwerer Krankheit oder dem Tod bewahrt. "Mittlerweile konnten bei mehr als 2.000 Kindern schwerwiegende angeborene Stoffwechselstörungen festgestellt und ihnen ein Schicksal von Behinderung oder frühzeitigem Tod erspart werden", sagte Professor Dr. Georg Hoffmann, Geschäftsführender Direktor der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg. Mit einer Spende von über einer Million Euro konnte die Klinik drei moderne Geräte (ESI-Tandem-Massenspektrometer) anschaffen. Zusätzlich unterstützt die Dietmar-Hopp-Stiftung mit 100.000 Euro pro Jahr eine in Heidelberg koordinierte Untersuchung, die die Entwicklung aller im Screening entdeckten Kinder verfolgt.

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.med.uni-heidelberg.de/aktuelles/

Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften

von: Universitätsklinikum Heidelberg
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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