|
||||||||||
Mit aller KonsequenzGegen Professor Reiner Protsch wird ermittelt / Universität nimmt Vorwürfe sehr ernst (idw) FRANKFURT. "Das Präsidium der Universität Frankfurt hat unverzüglich alle rechtlichen Maßnahmen ergriffen, nachdem Vorwürfe gegen den Anthropologen Prof. Reiner Protsch erhoben worden waren. Das Präsidium geht mit aller Entschiedenheit vor." Das machte Präsident Prof. Rudolf Steinberg deutlich, nachdem in der Presse neuerliche Anschuldigungen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Hochschullehrer erhoben worden waren. Steinberg ließ keinen Zweifel daran, dass die erhobenen Vorwürfe von der Universität sehr ernst genommen werden. Die Universität war in die Kritik geraten, in der Kommentierung des Falles allzu zurückhaltend zu agieren. Prof. Steinberg: "Derzeit laufen inner- wie außeruniversitär drei Verfahren gegen Herrn Protsch. Um den Fortgang und den Erfolg dieser Verfahren nicht zu gefährden, haben wir uns zu den Details bewusst nicht geäußert." Rechtliche Verfahren hätten ihre eigenen Regeln und ihr Verlauf sei nicht von der Universität zu beeinflussen. Steinberg stellte klar, dass das Präsidium allen Anschuldigungen sofort nachgegangen sei. Darin einbezogen sind auch in den 80er Jahren erhobene Vorwürfe, die damals nicht abschließend geklärt werden konnten. Bereits Mitte der 80er Jahre wurde in dem Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Herrn Protsch die Einrichtung eines 'Ethikrates' erwogen. Dieser wurde jedoch erst 1998 an der Universität Frankfurt eingerichtet. Damit war die Universität eine der ersten Universitäten in Deutschland. Ebenso wurden disziplinarrechtliche Schritte erwogen, die sich jedoch aufgrund der Sach- und Rechtslage als wenig aussichtsreich darstellten. Die neuen Vorwürfe wegen strafrechtlicher Verfehlungen wurden dem Präsidium Anfang 2004 bekannt und führten zu folgenden Maßnahmen: Kontakt: Prof. Rudolf Steinberg, Präsident der Universität Frankfurt; Tel: 069 / 798 22232; E-Mail: praesident@uni-frankfurt.de Dokumentation * 13.01.2004 Der Kanzler der Universität wird durch einen Professor darüber informiert, dass Prof. Protsch von Zieten im Eigentum der Universität stehende Schimpansenschädel im Ausland zum Verkauf angeboten habe. Unverzüglich aufgenommenen Verwaltungsermittlungen verstärkten * 18.08.2004 Die Kommission zur Prüfung wissenschaftlichen Fehlverhaltens befasst sich seit diesem Tag mit dem Vorgang. Sie hat bisher zweimal getagt. * Das staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren dauert nach hiesiger Kenntnis noch an. Sachgebiet: nicht-fachbezogen von: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main) Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
|
Linktipps:
|