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36. Kraftwerkstechnisches Kolloquium:Über die Zukunft der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen



(idw) Das umweltverträgliche Kohlekraftwerk

Das findet am 19. und 20. Oktober 2004 in Dresden statt. Die jährlich in Dresden abgehaltene Tagung befasst sich diesmal mit dem Thema "Entwicklungspotenziale für Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen". Veranstalter sind die TU Dresden und der Verein der Großkraftwerksbetreiber (VGB).

Ein wichtiger Kernpunkt der Vorträge wird die Forschung zum sogenannten "CO2-freien Kohlekraftwerk" sein. CO2-frei heißt hierbei, dass bei der Energieerzeugung kein Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangen kann, wo dieses nach Expertenmeinung maßgeblich an der Klimaerwärmung beteiligt ist. Wohin das aufgefangene CO2 zur Speicherung gelangen soll, ist allerdings noch unklar. Das aufgefangene CO2 kann zum Beispiel in den Tiefen der Meere oder gleich einer Erdgasblase in die Erde, in sogenannte Aquiferen, "eingesperrt" werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten, den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid auf diese Weise zu kontrollieren: Zum einen die Kohlevergasung, bei der als Endprodukt sowohl ein nutzbares Brenngas als auch CO2 entsteht. Eine zweite Möglichkeit bietet der sogenannte Oxyfuel-Prozess. Dabei wird die Luft aufgespalten und nur der Sauerstoff zur Verbrennung genutzt. Der Vorteil ist, dass als Rauchgas hauptsächlich nur Kohlendioxid und Wasser entstehen. Diese Methode ist auch ein Forschungsschwerpunkt am Institut für Energietechnik an der TU Dresden.

Paul Gilli, Professor für Kraftwerkstechnik an der TU Dresden, sieht durchaus noch Potenzial in der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen. "Die regenerative Stromproduktion kostet noch sehr viel Geld. Kohle ist billiger und reicht noch für einige hundert Jahre", schätzt Professor Gilli.
Zu der Tagung werden ca. 400 Teilnehmer aus Deutschland, Russland, der Schweiz, Österreich, Dänemark und den neuen EU-Mitgliedsländern erwartet.

Ansprechpartner für Journalisten: Brigga Pöschl, Tel. 0351 463-35308

Sachgebiet: Maschinenbau und Verfahrenstechnik

von: Technische Universität Dresden
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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