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NATO unterstützt Vorbereitungen auf weitere Extremhochwasser



NATO unterstützt Vorbereitungen auf weitere Extremhochwasser

Internationales Treffen von Hochwasserexperten aus 14 Nato- und Partnerstaaten

Vom 6.10. bis 10.10.2004 treffen sich 45 Wissenschaftler in Ostrov u Tise an der deutsch-tschechischen Grenze, um sich über die Entstehung, Vorhersage und das Management von Hochwasserereignissen auszutauschen.

(idw) NATO unterstützt Vorbereitungen auf weitere Extremhochwasser

Internationales Treffen von Hochwasserexperten aus 14 Nato- und Partnerstaaten

Vom 6.10. bis 10.10.2004 treffen sich 45 Wissenschaftler in Ostrov u Tise an der deutsch-tschechischen Grenze, um sich über die Entstehung, Vorhersage und das Management von Hochwasserereignissen auszutauschen. Behandelt werden langjährige Trends extremer Abflüsse, die Verwundbarkeit moderner Gesellschaften und Vorsorgemöglichkeiten. Die Veranstaltung unter dem Titel "Flood Risk Management - Hazards, Vulnerability, Mitigation Measures" wird von der NATO finanziert. Die Allianz sieht eine große Bedeutung von Hochwasser für die Sicherheit der Zivilbevölkerung. Veranstalter sind das Dresden Flood Research Center (Hochwasserforschungszentrum Dresden), DHI Hydroinform aus Prag und das National Water Research Institute Burlington, Kanada. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus 14 Ländern, u. a. aus den USA, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn, Ukraine und der Türkei.

Für den Umgang mit Hochwasser sind historische Untersuchungen der Auftretenswahrscheinlichkeit, die computergestützte Simulation von Regen und Abflüssen sowie die Schadensentstehung entscheidend. Mit diesen Erkenntnissen werden wirksame Vorsorgemaßnahmen und Informationsinstrumente entwickelt. Adressaten der Forschung sind sowohl Experten als auch die Öffentlichkeit. Da Hochwasser weder an Gemeinde-, Länder- noch an internationalen Grenzen halt macht, kommt außerdem der grenzüberschreitenden Kooperation eine besondere Bedeutung zu. Zu all diesen Fragen des Hochwasserrisikomanagements liegen in den NATO- und Partnerstaaten unterschiedliche Erkenntnisse vor.

Erste Ergebnisse der Veranstaltung zeigen, dass durch den Klimawandel mit einer Zunahme extremer Niederschläge zu rechnen ist. Neben der Reduzierung der Emission von Treibhausgasen besteht deshalb ein Bedarf zur Untersuchung der Auswirkungen auf die Hoch-wasserrisiken. Dafür stehen mittlerweile innovative Computermodelle zur Wettervorhersage und zur Berechnung von Wasserständen zur Verfügung. Die Vorhersagezeiträume und Modellunsicherheit sind aktuell wichtige wissenschaftliche Themen. Darüber hinaus sind neue Wege zur Erhöhung des Risikobewusstseins der Bevölkerung zu erproben, so Jochen Schanze, Wissenschaftlicher Koordinator des Dresden Flood Research Centers und tätig am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V., Dresden. Der Mensch ist der entscheidende Einflussfaktor von Hochwasserkatastrophen. Neben der gesellschaftlichen Vorsorge ist auch die individuelle Vorbereitung zu verbessern. Im Katastrophenfall sollen dadurch weniger Menschenleben gefährdet und weniger Privateigentum und Infrastruktur beschädigt werden.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen am Samstag, den 09.10.2004 von 16:00 bis 17:00 Uhr im Rahmen einer Exkursion entlang der Elbe den Lichthof im Rathaus der Stadt Dresden. Dort werden sie vom stellvertretenden Bürgermeister Dr. Lutz Vogel empfangen. Den Repräsentanten werden die Schlussfolgerungen der Tagung vorgestellt.

Pressevertreter sind herzlich eingeladen.

Weitere Informationen unter:
http://www.ioer.de/frc/homepage.html, http://www.ioer.de,

Dr. Carsten Kolbe-Weber,
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.
Tel.: (03 51) 46 79-241
E-Mail: C.Kolbe@ioer.de

Sachgebiet: Architektur und Bauwesen, Geowissenschaften, Gesellschaft, Ökologie, Wirtschaft

von: Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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