|
||||||||||
ISBRA 2004: Lässt sich der Rückfall im wahrsten Sinne vorher"sehen"?Auf dem 12. Weltkongress für Biomedizinische Alkoholforschung (ISBRA) in Mannheim wurden heute neue Ergebnisse der funktionellen Bildgebung vorgestellt, die darauf hindeuten, dass das Risiko wieder mit dem Trinken anzufangen umso höher ist, je stärker bestimmte Hirnregionen während der Präsentation von Bilder mit alkoholhaltigen Getränken aktiviert werden. (idw) Seit wenigen Jahren stehen der Hirnforschung mit dem funktionellen Kernspin (fMRI) und der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) Untersuchungsmethoden zur Verfügung, die es ermöglichen, dem Gehirn quasi beim Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Wollen zu zusehen. Im Bereich der Alkoholabhängigkeit werden diese Techniken genutzt, um zu untersuchen warum Menschen mit Alkoholabhängigkeit wieder mit dem Trinken anfangen, obwohl sie abstinent bleiben möchten. Ein bekannter Mechanismus ist, dass Reize, die in der Vergangenheit mit dem Konsum von Alkohol verbunden waren, wie z. B. der Anblick der Stammkneipe, in der Abstinenz ein starkes Verlangen nach Alkohol oder auch automatisiertes Trinkverhalten auslösen können. Dr. Marina Martini, Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften, Psychologie von: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
|
Linktipps:
|