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IHK und Universität Erfurt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung



Die Industrie- und Handelskammer und die Universität Erfurt haben heute (30.09.) eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

(idw) Gemeinsames Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen mit Hilfe des Wissenschaftspotentials der Universität Erfurt zu stärken, den Wissenstransfer kompetent zu organisieren, Vorschläge für eine moderne Bildungspolitik in Thüringen zu unterbreiten und die Ausbildung von Studenten auch für die Wirtschaft der Region möglichst praxisnah zu gestalten, erklärten IHK-Präsident Niels Lund Chrestensen und der Präsident der Erfurter Universität Prof. Wolfgang Bergsdorf anlässlich der Unterzeichnung des Vertrages.

So sollen die Studenten und das wissenschaftliche Potential der Universität stärker genutzt werden für Analysen und Entwicklungsaufgaben in den Unternehmen. Dies könne über Praktika, Belegarbeiten sowie Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten genauso geschehen, wie über die gemeinsame Organisation von Workshops und Fachtagungen.
"Zur Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfs müssen wir noch enger zusammenarbeiten und gegebenenfalls auch neue Wege beschreiten", verweist Chrestensen auf die praxisnahe Entwicklung von Studienangeboten oder die Einrichtung eigener Lehramtsstudiengänge für das Fach "Wirtschaft" an Thüringer Regelschulen und Gymnasien.

Für den Universitätspräsidenten Prof. Bergsdorf bietet die größere Nähe zur Wirtschaft zahlreiche Chancen, die Ausbildung von Studenten möglichst praxisnah zu gestalten und Absolventen gezielt zu vermitteln. Insbesondere durch die Bachelor-Studiengänge solle dem Bedarf der Wirtschaft verstärkt Beachtung geschenkt werden.

Eine bundesweite Befragung unter maßgeblicher Beteiligung der IHK Erfurt bei 2.154 Unternehmen hatte ergeben, dass Betriebe nicht nur auf "wertvolle Köpfe mit hohem Fachwissen" setzen, sondern vor allem Analyse- und Entscheidungsfähigkeit (85 Prozent), sowie Persönlichkeit und Praxisnähe (je 82 Prozent) von den künftigen Hochschulabsolventen erwarten. Fast 25 Prozent der befragten Unternehmen sind an einem gesunden Personalmix von ingenieur-technisch und geisteswissenschaftlich ausgebildeten Hochschulabsolventen interessiert und sehen für diese gerade in der Geschäftsführung, im Personalbereich sowie im Marketing und Vertrieb gute Entwicklungs- und Aufstiegschancen.

Sachgebiet: nicht-fachbezogen

von: Universität Erfurt
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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