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Alles uniform, aber dennoch individuell?VolkswagenStiftung fördert Symposium "Die Schönheit der Uniformität"; Beginn am Donnerstag, 14. Oktober, 10.30 Uhr im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (idw) Was heißt "Uniformität"? Ist Uniformität schön - oder bedeutet sie einen Verlust an Individualität? Im Mittelpunkt des Symposiums "Die Schönheit der Uniformität am Donnerstag, 14. Oktober 2004, ab 10.30 Uhr im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (Ende gegen 18.30 Uhr) steht die Betrachtung serieller Gleichförmigkeit von Kleidung und Körper, zugleich geht es um subversive Gegenstrategien, um Uniformität im Erscheinungsbild zu vermeiden. Die Begriffe Uniform und Uniformität sind meist negativ belegt, da sie direkt mit hierarchisch organisierten Ordnungsmächten - Militär und Polizei - assoziiert werden. Jedoch dient auch im Alltag gleichförmige Bekleidung, die nicht mit der militärischen Uniform eines Soldaten gleichzusetzen ist, der Zuordnung zu einer Gruppe oder Szene oder aber als Kennzeichen der industriell gefertigten Massenkonfektion. Mit diesen unterschiedlichen Fragen, Ausprägungen und Facetten der Uniformität beschäftigen sich internationale Experten bei der Karlsruher Veranstaltung. Sie wird organisiert von Professorin Dr. Gabriele Mentges vom Institut für Kulturanthropologie des Textilen der Universität Dortmund und Professorin Dr. Birgit Richard vom Institut für Kunstpädagogik und Medienwissenschaften der Universität Frankfurt am Main. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren dort Uniformierungsprozesse sowohl an institutionellen Beispielen wie der Kirche, dem Militär oder Wirtschaftsunternehmen (corporate fashion) als auch an Hand der Mode subkultureller Stile, nicht zuletzt vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Einflusses der Medien auf diese Prozesse. Auch der Blick in die Geschichte fehlt nicht. Wir laden interessierte Journalistinnen und Journalisten herzlich zu der Veranstaltung ein; sie findet statt im Vortragssaal des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Lorenzstraße 19, 76135 Karlsruhe. Themen und Referenten der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm auf Seite 3 der Pressemitteilung. Interviews mit den teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vermitteln gern die Organisatoren des Symposiums. Bitte wenden Sie sich bei entsprechenden Wünschen - möglichst im Vorfeld - an Professorin Dr. Gabriele Mentges (Telefon: 0231/755 - 2906 oder 0654/2961883 sowie E-Mail: gabriele.mentges@uni-dortmund.de) oder an Alexander Ruhl (Telefon: 069/798 - 28604, E-Mail: a.ruhl@em.uni-frankfurt.de). Kontakt Universität Frankfurt/Main Veranstaltungsort Veranstaltungsbeginn Es scheine, so die Forscherinnen, als dringe Uniformität als ein "Ordnungs- und Orientierungsprinzip" zunehmend in den Alltag und in die heutige von Informationstechnologien bestimmte Lebenswelt ein. Um dieser Vermutung differenzierter nachzugehen, hat sich das Wissenschaftlerteam vier Schwerpunkte innerhalb des Projekts gesetzt. Zum einen interessiert sie der Bereich der "Wirtschaft"; hier wird die wechselseitige Beeinflussung von Uniformität und Unternehmenskultur beziehungsweise corporate fashion untersucht. Innerhalb des zweiten Themas - "Religion" - geht es um die Frage, ob, wie und wann in weiblichen Ordensgemeinschaften die Tracht oder aber "zivile" Alltagskleidung getragen wird. Unter den Schlagwörtern "Konsum und Jugendkultur" - das dritte Teilprojekt - erforscht das Team die Inszenierungspraktiken in Jugendszenen der Mods der 1990er Jahre bis zum Britpop; es geht dort um Kleidungsstrategien und ästhetische Körperkulte dieser Zeit. Abschließend stehen "Kunst und Medien" auf dem Prüfstand: der "uniformierte Künstler" - und dabei konkret die Uniformierungsstrategien von Internet-Akteuren. Innerhalb dieser einzelnen Themenfelder werden verschiedene kulturelle Phänomene auf ihre uniformierenden Mechanismen und identitätsstiftenden Wirkungen in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs hin analysiert. Die Klammer zwischen allen Thesen bildet der Körper: als Objekt und als bildliche Repräsentation in Medien wie Kunst, Film und Internet. Die VolkswagenStiftung fördert das seit zwei Jahren laufende Vorhaben als "Schlüsselthema der Geisteswissenschaften" mit 550.000 Euro. Bitte beachten Sie das folgende Veranstaltungsprogramm. Symposium "Die Schönheit der Uniformität" Programm 10.30 Uhr: 11.00 - 12.00 Uhr: 12.00 - 13.00 Uhr: 13.00 - 14.30 Uhr: 14.30 - 15.00 Uhr: 15.00 - 15.30 Uhr: 15.30 - 16.00 Uhr: 16.00 - 16.30 Uhr: 16.30 - 17.00 Uhr: 17.00 - 17.30 Uhr: 17.30 - 18.30 Uhr: Abstracts zu den Vorträgen sowie die Viten der Wissenschaftler stehen unter http://www.uni-frankfurt.de /uniform/ zur Verfügung. Kontakt Förderinitiative der VolkswagenStiftung Sachgebiet: Gesellschaft, Medien und Kommunikation, Psychologie, Religion und Philosophie, Wirtschaft von: VolkswagenStiftung Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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