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Viele Jugendliche steuern auf Herzinfarkt zuWeltherztag: Deutsche Herzstiftung, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und Krebsforschungszentrum warnen vor Übergewicht und Zigarettensucht bei immer mehr Kindern (idw) (Frankfurt am Main/Düsseldorf/Heidelberg, 22. September 2004) Immer mehr Jugendliche laufen in Deutschland Gefahr, in ihrem späteren Leben einen Herzinfarkt zu erleiden. Denn Übergewicht, das neben der Nikotin-Abhängigkeit zu den gefährlichsten Risikofaktoren für Herzkreislauf-Erkrankungen zählt, droht sich unter Heranwachsenden rasant auszubreiten. Anlässlich des Weltherztages am Sonntag, dem 26. September fordern deshalb die Deutsche Herzstiftung, die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und das Deutsche Krebsforschungszentrum, in Schulen effektive Schutzmaßnahmen zu etablieren: Der Ernährungsunterricht muss endlich einen angemesseneren Platz im Lehrplan erhalten. Der Sportunterricht sollte einen höheren Stellenwert bekommen. Und auch das Rauchen muss auf Schulgeländen in allen Bundesländern konsequent verboten werden. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen einen Herzinfarkt. Verantwortlich ist typischerweise eine Herzkranzgefäß-Verkalkung, die über Jahre fortschreitet und die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels kontinuierlich einschränkt. Zu den Hauptschuldigen einer solchen Gefäß-Verkalkung zählt vor allem die Zigaretten-Abhängigkeit sowie das Übergewicht, in dessen Folge es zu Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und zu der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus kommt. Immer häufiger sind solche Risikofaktoren aber nicht nur bei Erwachsenen anzutreffen, sondern auch schon im Kindes- und Jugendalter. "11 bis 15 % der Schulanfänger haben heute bereits Übergewicht", betont Professor Dr. med. Helmut Gohlke, Chefarzt im Herz-Zentrum Bad Krozingen. "Es ist zu befürchten, dass Deutschland dem Trend der USA folgt, wo sich der Anteil übergewichtiger Kinder seit den 60er Jahren mehr als verdreifacht hat", so die Mahnung des renommierten Herzspezialisten. Zum Weltherztag am Sonntag hat deshalb die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und dem Deutschen Krebsforschungszentrum eine umfangreiche Stellungnahme verfasst, die konstruktive Vorschläge enthält, um Jugendliche effektiv vor Übergewicht und Zigaretten-Abhängigkeit zu schützen. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist dabei die Ernährungslehre, die im Lehrplan aller Schulen einen angemesseneren Platz erhalten muss. Zudem sollte für ein gesundheitsförderndes Angebot an Pausen-Mahlzeiten gesorgt werden. Anstatt fettreiche und süße Gebäck-Teilchen anzubieten, sollte auf dem Schulgelände der Kauf von Obst, Vollkornbroten und Salaten ermöglicht werden. Zudem müssen Schulen noch viel mehr dem Bewegungsmangel entgegenwirken, der immer noch zu den Hauptverursachern von Übergewicht zählt und heutzutage auch schon bei jungen Menschen weit verbreitet ist. "Aus medizinischer Sicht ist die Zahl der wöchentlichen Sportstunden dringend zu erhöhen", betont Prof. Gohlke. "Allerdings sollte der Leistungsgedanke nicht zu sehr im Vordergrund stehen. Vielmehr muss der Spaß an der Bewegung geweckt werden, damit die sportlichen Aktivitäten auch im Erwachsenenalter über die Schulzeit hinaus fortgeführt werden." Rauchen in Schulen verbieten 5. Weltherztag - Sonntag, 26. September 2004 Die Gefahren des Übergewichts: 12/2004 Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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