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Geringere Lebensqualität durch VorurteileEine aktuelle Studie des Forschungsbereiches für Klinische und Soziale Psychiatrie der Universität Zürich zeigt, dass die Erwartung psychisch kranker Patientinnen und Patienten, aufgrund ihrer Krankheit diskriminiert zu werden, deren Wohlbefinden und soziale Beziehungen zusätzlich zu den oft schon behindernden Symptomen der Erkrankung belastet. (idw) Psychisch erkrankte Menschen haben es doppelt schwer: Neben ihrer Erkrankung sind sie mit einer "zweiten Krankheit" konfrontiert: den negativen Stereotypen und Vorstellungen über psychische Erkrankungen in der Bevölkerung. Dass moderne Behandlungsmethoden und steigende öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema daran nicht viel geändert haben, zeigt die Studie "Perceived Stigmatization of Mentally Ill People and Its Consequences for the Quality of Life in a Swiss Population" in der aktuellen Ausgabe des "The Journal of Nervous and Mental Disease" (Nr.192,8, Seite 542ff). In dieser Repräsentativerhebung der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich wird deutlich, dass die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung davon ausgeht, dass psychisch Kranke von den meisten Menschen entwertende und diskriminierende Reaktionen zu erwarten haben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führen den Umstand, dass sich diese Stereotypen relativ stabil halten, auch auf eine wichtige soziale Funktionen zurück: Stereotypen erleichtern die Orientierung in einer immer komplexer werdenden Welt und ermöglichen Kommunikation, indem sie ein gemeinsames Verständnis zum Thema herstellen. Nur: diese Vor-Urteile dienen nicht nur der Verständigung, Für weitere Auskünfte: Sachgebiet: Gesellschaft, Psychologie von: Universität Zürich Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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