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Neues Therapiekonzept zur extremen OberkieferalveolarfortsatzatrophieDGZMK-Jahrestagung vom 30.09.-02.10.04: Prof. Dr. Dr. Dieter Weingart vom Klinikum Stuttgart stellt sein neues Behandlungskonzept vor (idw) Extreme Atrophiegrade des Oberkiefers sind fast immer die Folge von frühzeitigem Zahnverlust und langjähriger totalprothetischer Versorgung. Beide führen schließlich zu Situationen in denen der Zahnarzt keine Totalprothese mehr zum Halten bringen kann. Der Patient ist nicht nur ästhetisch entstellt, sondern hat auch erhebliche Probleme bei der Nahrungsaufnahme und beim Sprechen. Diese extremen Atrophiegrade chirurgisch zu therapieren war lange eine der schwierigsten Aufgaben für die rekonstruktive Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Mutige aufwendige Operationsmethoden, wie die Le Fort I Osteotomie mit sandwichartiger Interpositions-Osteoplastik, waren mit nicht unerheblichen Risiken behaftet. Auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie stellte Prof. Dr. Dr. Dieter Weingart vom Klinikum Stuttgart Katharinenhospital, Tagungsleiter bei der DGZMK-Jahrestagung, nun sein neues Behandlungskonzept vor und konnte bereits ermutigende Ergebnisse aufzeigen. Die Stuttgarter gehen behutsam und vorsichtig an die komplexe Wiederherstellung heran. So wird grundsätzlich zweizeitig vorgegangen und als Augmentationsmaterial nur der patienteneigene Knochen verwendet. Auf risikoreichere vertikale Onlayosteoplastiken wird verzichtet. Das Maß des Erfolges der Methode ist die gelungene Umsetzung einer zu Beginn genau geplanten prothetischen Rekonstruktion. Die spätere Implantatposition hat sich ausschließlich nach der prothetisch wünschenswerten Pfeilerpositon zu richten. An den strategisch erforderlichen, wünschenswerten Implantat-Positonen werden in einem ersten Eingriff Beckenknochen eingebracht, und zwar in Kombination eines beidseitigen operativen Sinuslift und einer lateralen Augmentation. Sechs Monate später werden die Implatate distal der Eckzahnregion inseriert, da die Augmentation und Implatation im Frontzahnbereich erhebliche Probleme in der Entwicklungsphase und ästhetische und funktionelle Probleme in der prothetischen Versorgung dieser Patienten zur Folge hatte. Drei Monate später können die Implantate dann prothetisch belastet werden. Die Sicherheit und der vorhersagbare Erfolg dieses Konzepts belegen Zahlen einer Stuttgarter Studie. Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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