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Erster Alois Alzheimer-Preis geht an Grundlagenforscher und KlinikerWelt-Alzheimer-Tag: Zahl der Alzheimer-Kranken steigt stetig (idw) Prof. Dr. Thomas Arendt vom Paul-Flechsig-Institut der Universität Leipzig und Privatdozent Dr. Harald Hampel vom Alzheimer-Gedächtnis-Zentrum der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München, erhalten den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Alois Alzheimer-Preis der Universität Frankfurt für ihre Erkenntnisse zum frühen Untergang von Nervenzellen in wichtigen Regionen des menschlichen Gehirns (Hampel) und den molekularen Mechanismen, die diesen bedingen (Arendt). Die Universität verleiht den Alois Alzheimer-Preis, der alle zwei Jahre vergeben wird, anlässlich des 90. Jahrestages ihrer Gründung zum ersten Mal. Die Preissumme stiftete die Commerzbank Stiftung. Bereits 1997 engagierte sich die Commerzbank Stiftung in der Aufbauphase des Alzheimer Forschungszentrums Frankfurt am Main (AFZF). Die Auszeichnung der Wissenschaftler findet am heutigen Welt-Alzheimer-Tag (21. September) um 17.30 Uhr im Universitätsklinikum, Haus 23, Eingang A, Hörsaal 3 (Campus Niederrad) statt. In Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gegenwärtig mehr als eine Million Menschen an einer Demenzerkrankung, davon zwei Drittel an Alzheimer. Im Jahr 2050 werden es voraussichtlich zwei Millionen sein. Die Krankheit ist eine langsam, aber stetig voranschreitende Erkrankung des menschlichen Gehirns, bei der durch die Anhäufung von Proteinen (Plaques) Nervenzellen zerstört werden. Sie beginnt schleichend mit Gedächtnis- und Orientierungsstörungen und kann bis zur völligen Abhängigkeit der Betroffenen von Betreuung und Pflege führen. Zwei Drittel der Kranken werden von Angehörigen betreut. "Die Erkrankung ist bisher nicht heilbar", erläutert Prof. Dr. Konrad Maurer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und Vorsitzender des Preisrichterkollegiums für den Alois Alzheimer-Preis. "Die Behandlung besteht aus einer medikamentösen Therapie und aus psychotherapeutischen Maßnahmen, wie Gedächtnistraining, aber auch Musiktherapie." Konrad Maurer entdeckte übrigens 1995 im Keller seiner Klinik die Akte der Auguste D. aus Mörfelden und damit den ersten von Alois Alzheimer selbst in Frankfurt dokumentierten Fall dieser Erkrankung aus dem Jahre 1906. Im Rahmen der Veranstaltungen zur Feier des 90-jährigen Bestehens der Johann Wolfgang Goethe-Universität wird am 17. Oktober um 15 Uhr (Kartenkontingent vorhanden) und um 19.30 Uhr (ausgebucht) das Theaterstück "Die Akte Auguste D." von Ulrike und Konrad Maurer im Schauspiel Frankfurt aufgeführt (Kleines Haus, Neue Mainzer Straße 17). Die wiederentdeckte Akte der Auguste D. ist Ausgangspunkt dieses Theaterabends, der in authentischen und fiktiven Szenen einer unheimlichen Krankheit nachspürt. Kostenlose Eintrittskarten sind im Sekretariat der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Frankfurts erhältlich. Die Lebensläufe, Kontaktadressen und Fotos der Preisträger sind in der Pressestelle erhältlich: Dr. Monika Mölders, Referentin für Wissenschaftskommunikation, Telefon: 069/798-23266; Fax. 069/798-28530, E-Mail: Moelders@ltg.uni-frankfurt.de Weitere Informationen zur Preisverleihung, der Gedächtnissprechstunde und zum Theaterstück (kostenlose Eintrittskarten): Prof. Dr. Konrad Maurer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Telefon 069/6301-5125, Fax 069/6301-5290, E-Mail: konrad.maurer@em.uni-frankfurt.de Informationen zum Welt-Alzheimer-Tag unter www.deutsche-alzheimer.de Sachgebiet: Biologie und Biotechnologie, Chemie und Biochemie, Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main) Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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