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Hirnfoschung braucht Untersuchung von SchlaganfallpatientenIn der Oktoberausgabe von "Nature Reviews Neuroscience" (idw) Wie Vergangenes im Gedächtnis gespeichert und dann wieder abgerufen werden kann, wie wir unsere Sprache benutzen, um miteinander zu kommunizieren, wie verschiedenste Wahrnehmungen, Gefühle, Absichten oder Gedanken unser Verhalten beeinflussen und wo genau im Gehirn all dies entsteht und verarbeitet wird ist Gegenstand der Hirnforschung. Bis vor wenigen Jahren war die Untersuchung dieser Fragen nur durch die genaue Beobachtung von Veränderungen im Verhalten von Menschen möglich, die einen Schlaganfall und damit eine Schädigung des Gehirns erlitten haben. In neuerer Zeit wurden bildgebende Verfahren wie die funktionelle Kernspintomographie entwickelt, die die Möglichkeit bieten auch dem Gehirn gesunder Menschen "bei der Arbeit zuzuschauen". Der Tübinger Neurologe und Neurowissenschaftler Hans-Otto Karnath hat nun gemeinsam mit dem Psychologen Chris Rorden in der Zeitschrift "Nature Reviews Neuroscience" aufgezeigt, wo die Möglichkeiten und Grenzen der verschiedenen, heute eingesetzten Forschungsmethoden für das Verständnis "höherer Hirnleistungen" des Menschen sind. Es wird deutlich, dass die Hirnforschung trotz der neuen funktionell-bildgebenden Techniken auch in Zukunft nicht auf die Untersuchung von Schlaganfallpatienten verzichten kann. Um Prozesse der Aufmerksamkeit, der Sprache oder des menschlichen Gedächtnises zu verstehen und Verfahren zur Behandlung ihrer Störungen entwickeln zu können, ist es erforderlich, bewährte Methoden, wie die sorgfältige Untersuchung hirngeschädigter Patienten, mit den neuen bildgebenden Methoden zu verbinden. Ansprechpartner für nähere Informationen: Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Universitätsklinikum Tübingen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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