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Weiterbildung zwischen Kultur und Kommerz



Hannoveraner Soziologe Oskar Negt warnt bei DGFW-Jahrestagung vor Bruch in Uni-Tradition

(idw) Die Universitäten stehen vor einem radikalen Bruch ihrer Tradition. Dies betonte Prof. Oskar Negt von der Universität Hannover bei einem Pressegespräch anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Weiterbildung und Fernstudium (DGFW) am 16. September 2004 in Hannover. Der Soziologe sagte, dass Universitäten mit Ausnahme der Zeit des Nationalsozialismus und des Stalinismus immer kulturelle Gegeninstitutionen waren, an denen sich eigensinnige Charaktere bildeten und das oberste Lernziel Urteilskraft hieß. Heute stünden hingegen nicht die philosophischen Fakultäten im Zentrum, sondern marktbezogene Technik und wirtschaftliche Rationalisierung.

Unter dem Titel "Wandel der Hochschulkulturen? Wissenschaftliche Weiterbildung zwischen Kultur und Kommerz" diskutieren Experten die Zukunft der Wissenschaftlichen Weiterbildung. Prof. Peter Faulstich, Vorsitzender der DGWF, betonte die Wichtigkeit des Lebenslangen Lernens, die durch den Bologna-Prozess noch weiter unterstützt werde. Die Finanzierung des Lernens stehe indessen am Scheideweg zwischen öffentlicher Finanzierung und individuellen Entgelten. Bereits jetzt existierten Mischformen, beispielsweise Gebühren für Langzeit- oder Seniorenstudierende. Zur Rolle der Hochschulen in der Weiterbildung lobte Prof. Faulstich den hervorragenden Beitrag, den diese für unterschiedlichste Zielgruppen und Themen leisteten und damit die Lernkultur in Deutschland förderten.

Hinweis an die Redaktion:
Für nähere Informationen steht Ihnen Dr. Martin Beyersdorf von der Zentralen Einrichtung für Weiterbildung unter 0511/762-4745 / -4548 oder per Mail unter m.beyersdorf@zew.uni-hannover.de gern zur Verfügung.
Weitere Informationen auch unter www.zew.uni-hannover.de/dgwf/index.htm

Sachgebiet: nicht-fachbezogen

von: Universität Hannover
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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