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Uni DuE: Walter Kempowski übernimmt die Mercator-ProfessurMit dem renommierten deutschen Erzähler und Chronisten Walter Kempowski ist die Mercator-Professur der Universität Duisburg-Essen im kommenden Wintersemester wieder hochrangig besetzt. Er wird zu drei öffentlichen Vorträgen in das Audimax am Uni-Campus Duisburg kommen, und zwar am 4. November, 2. Dezember und 20. Januar. (idw) Das reiche literarische Werk von Walter Kempowski (75) wird bis heute von seiner bewegten Biografie bestimmt. Mit seinen Chroniken, Romanen und Tagebüchern hält er der deutschen Nachkriegsgesellschaft bis in die jüngste Zeit einen facettenreichen Spiegel vor. In der "Deutschen Chronik" hat Walter Kempowski ein großes Tableau deutscher Zeit- und Sozialgeschichte von 1885 bis 1960 als Geschichte der eigenen Familie exemplarisch inszeniert - ein beispielloses Unternehmen in der deutschen Literatur. Seine Montagetechnik perfektionierte Kempowski im "Echolot", einem kollektiven Kriegstagebuch, das inzwischen auf elf Bände angewachsen ist und die Jahre 1941, 1942 und 1945 behandelt - Collagen aus Briefen von Soldaten, Aufzeichnungen von Zivilisten und Beobachtungen von Künstlern. Walter Kempowski arbeitet unermüdlich weiter, seine Sammlung deutscher Zeitdokumente ist auf über 6.300 unveröffentlichte Tagebücher und 300.000 Privatfotos angewachsen. Die Duisburger Vorträge im Rahmen der Mercator-Professur: Donnerstag, 4. November 2004, 18 Uhr: Donnerstag, 2. Dezember 2004, 18 Uhr: Donnerstag, 20. Januar 2005, 18 Uhr: Seit Einführung der Mercator-Professur im Jahre 1997 konnte in jedem Jahr eine herausragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens zu dieser viel beachteten Vortragsreihe gewonnen werden. Die bisherigen Inhaber der Mercator-Professur waren Bundesminister a.D. Hans-Dietrich Genscher, Siegfried Lenz, Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Prof. Dr. Jutta Limbach, Volker Schlöndorff, Ulrich Wickert sowie Daniel Goeudevert. Biographisches 1977 gewinnt ihn die Universität Essen als Gastdozent, einen Lehrauftrag für Fragen der Literatur-Produktion übernimmt Kempowski 1980 an der Universität Oldenburg und gründet das Archiv für unpublizierte Autobiographien. Ein Jahr später beginnen die Literaturseminare in Haus Kreienhoop. 1983 ist er Gastdozent an der Universität Hamburg und seit 1986 auch Herausgeber des Archivs für unpublizierte Autobiographien. 1994 gründet Kempowski ein Werk-Archiv in Rostock und erweitert es 1997 zu einer Sammlung Rostocker Schriftsteller. Seit 2003 ist Kempowski Honorarprofessor für Neuere Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Rostock. Aus dem Werkverzeichnis Redaktion: Beate H. Kostka 0203/379-2430 Sachgebiet: Geschichte, Gesellschaft, Medien und Kommunikation, Sprache und Literatur von: Universität Duisburg-Essen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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