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Gesundheitspolitisches Forum: Systemische Therapie im Kreuzfeuer der GesundheitspolitikEinladung zum Gesundheitspolitischen Forum "Systemische Therapie im Kreuzfeuer der Gesundheitspolitik" (idw) Nicht wirksam oder nur politisch nicht gewollt? - Seit Jahren schwelt in der Psychotherapie ein Streit um die Anwendung der Systemischen Therapie in der psychotherapeutischen Praxis. Dieser Streit hat direkte Auswirkungen darauf, wie in Deutschland psychisch Kranke behandelt werden können. Anders als in den meisten psychotherapeutischen Verfahren werden in der Systemischen Therapie psychische Krankheiten nicht nur als individuelle Störungen betrachtet, sondern immer zugleich im Zusammenhang mit dem Verhalten der jeweiligen Personen des Umfeldes, beispielsweise der Familie, gesehen. Paar- und Familiengespräche sind daher zentrale Hilfsmittel für die Therapie und werden oft und mit Erfolg praktiziert. Trotz nachweislich breiter Verankerung in vielen psychotherapeutischen Praxisfeldern und hoher internationaler Reputation, hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie 1999 eine Anerkennung der Systemischen Therapie als wissenschaftliches Therapieverfahren abgelehnt. Drei Jahre später empfahl er außerdem den Landesärztekammern, Systemische Therapie / Familientherapie nicht in der ärztlichen Weiterbildung anzubieten. Die Ratschläge des Beirats sind für die Gesundheitspolitik maßgeblich, die Folgen für die Praxis weithin sichtbar: Systemische Therapie wird von den Kassen nicht bezahlt. Mit dieser Auslegung steht Deutschland allein: In den USA, Großbritannien, Österreich den Niederlanden und der Schweiz ist die Systemische Therapie seit Jahren selbstverständlicher Teil der psychotherapeutischen Versorgung. Wir laden Sie herzlich zum Gesundheitspolitischen Forum mit Vertretern aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Krankenkassen ein. Die Podiumsteilnehmer sind: Moderation: Dipl.-Psych. Anni Michelmann Professor Dr. Cornelia Krause-Girth Professor Dr. Jürgen Kriz Dr. Christoph Jonas Tolzin Horst Schmidbauer Professor Dr. Michael Wirsching Kontakt für Rückfragen: Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften, Politik und Recht, Psychologie von: Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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