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Reale Ungleichheit der Einkommen zwischen Ost und West wird häufig überschätzt



Die kaufkraftbereinigte Ungleichheit der Einkommen zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern ist viel geringer ist als häufig angenommen. Dies ergab eine aktuelle Studie der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Dortmund.

(idw) Während die durchschnittlichen Bruttonominallöhne in Westdeutschland etwa um 28 Prozent höher liegen als in Ost-deutschland, sind sie bei Berücksichtigung von Preisunterschieden nur um acht Prozent höher. Die real verfügbaren Einkommen sind in beiden Teilen Deutschlands sogar gleich hoch. Besonders aufgrund großer Unterschiede in den Wohnungsmieten sind die Lebenshaltungskosten zwischen den Bundesländern sehr verschieden. Bei-spielsweise kostete im Jahr 2002 derselbe Warenkorb in Hessen etwa 25 Prozent mehr als in Mecklenburg-Vorpommern. Die Studie ergab weiterhin, dass diese Unterschiede im Preisniveau im Zeitlablauf sehr stabil sind. Seit 1997 findet praktisch keine Angleichung dieser unterschiedlichen Lebenshaltungskosten zwischen den Bundesländern mehr statt.

Kontakt:
Dr. Michael Roos
Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre (Makroökonomie);
Ruf: (02 31) 7 55 - 34 41
Fax. (02 31) 7 55 - 30 69

Sachgebiet: Wirtschaft

von: Universität Dortmund
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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