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Der Iran: Gesellschaft zwischen Tradition und ModerneWissenschaft in schwierigem Umfeld: VolkswagenStiftung fördert Symposium über Forschung zum Iran. International ausgewiesene Experten treffen sich vom 30. September bis 2. Oktober 2004 in Frankfurt am Main. (idw) Terror, Krieg und religiöser Widerstand sind Stereotypen, die längst die im Westen bestehenden Vorstellungen vom "märchenhaften Orient" abgelöst haben. Inwieweit jedoch spiegeln diese Bilder die gelebte Realität in den jeweiligen Ländern wider, beispielsweise im Iran? Um eine differenziertere Wahrnehmung von der gesellschaftlichen Vielfalt, den Unterschieden, aber auch der Nähe dieser Kulturen zu den westlichen zu erhalten, genügt nicht - was meist im Westen geschieht - einzig die Beschäftigung mit den religiösen Konzepten in diesen Gesellschaften, nämlich dem Islam. Vielmehr bedarf es einer intensiven, kritischen Auseinandersetzung mit dem Selbstverständnis der in diesen Regionen lebenden Bevölkerung, ihrer Geschichte, ihrer kulturellen Tradition und den politisch-sozialen Umbrüchen, von denen sie betroffen sind. Der Iran, ein Land voller Widersprüche und extrem wie faszinierend zugleich, ist eines der ersten Länder, in denen die mobilisierende Kraft des politischen Islams zu beobachten war. Er bietet gute Beispiele, um die Bedingungen und Konsequenzen sozialer und politischer Umstrukturierungen im Vorderen Orient aufzuzeigen. Gefördert von der VolkswagenStiftung, werden sich vom 30. September bis 2. Oktober 2004 ausgewiesene Ethnologen aus Europa, dem Iran und den Vereinigten Staaten im Rahmen der dreitägigen Konferenz "Anthropological Perspectives on Iran: The New Millennium and Beyond" am Institut für Historische Ethnologie der Universität Frankfurt am Main über die kulturelle Komplexität der iranischen Gesellschaft austauschen. Die Ergebnisse der Diskussion sollen die Grundlage bieten für die Erarbeitung künftiger Forschungsperspektiven im gesamten Raum des Vorderen Orients. Themen und Referenten der Veranstaltung entnehmen Sie bitte dem Programm auf den Seiten 3 bis 5 der Pressemitteilung. Interviews mit teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vermitteln wir gern über die Organisatorin des hochkarätig besetzten Symposiums, Dr. Shahnaz R. Nadjmabadi vom Institut für Historische Ethnologie (zu erreichen unter Telefon 069/798 - 33230 oder - 33064 sowie E-Mail: snadjmabadi@t-online.de oder nadjmabadi@em.uni-frankfurt.de). Für Interviewwünsche mit iranischen Wissenschaftlern kann gegebenenfalls eine Dolmetscherin bereitgestellt werden. Die Konferenz findet statt - in englischer Sprache - im Eisenhower-Raum (Raum IG 1.314), Campus Westend der Universität Frankfurt am Main, Grüneburgplatz 1. Veranstaltungsort Veranstaltungsbeginn Die Stiftung fördert das Symposium als Teil des Projekts "Bedeutung und Relevanz translokaler, transnationaler Beziehungen für alternative Entwicklungen in der Provinz Hormozgân am Persischen Golf". Dieses Forschungsvorhaben von Dr. Shahnaz R. Nadjmabadi und Professor Dr. Karl-Heinz Kohl vom Institut für Historische Ethnologie der Universität Frankfurt am Main startete im März 2002, von der VolkswagenStiftung unterstützt mit rund 300.000 Euro. Nadjmabadi beschäftigt sich hier zum einen mit den Auswirkungen sowohl der Wanderungsbewegungen als auch der Handelsbeziehungen zwischen der iranischen Küstenregion und den arabischen Nachbarländern auf die Prozesse der Identitätsbildung. Zum anderen stellt sie die Frage, inwieweit diese Austauschbeziehungen, die Nachbarschaft und die Nähe zu den technisch und ökonomisch hoch entwickelten arabischen Ländern sich fördernd oder hemmend auf Entwicklungsstrategien in der unterentwickelten iranischen Küstenregion auswirken. Die Iranerin Shahnaz R. Nadjmabadi konnte Teile der in der Feldphase erworbenen Daten bereits auswerten und verfasste auf der Grundlage dieser Quellen zum Beispiel die Aufsätze "'Arabisiert' oder 'iranisiert' - Siedlungsgeschichte in der iranischen Provinz Hormozgân am Persischen Golf" oder "From ,alien' to ,own' - from 'own' toward ,alien'. Fieldresearch experiences in Iran". Beachtung fanden auch die Essays: "Vom Krieg vertrieben. Die iranische Bevölkerung am Persischen Golf und die Folgen des Irak Krieges" (erschienen in journal-ethnologie.de, Nr. 2, 2003, herausgegeben vom "Museum der Weltkulturen") oder "Facial Covering in the Persian Gulf: Protection, Aesthetics and Moral Meaning". Anthropological Perspectives on Iran: 30 September - 2 October, 2004 / University of Frankfurt (Main) Programme 14:00 Opening remarks: Shahnaz Nadjmabadi, Institut für Historische Ethnologie, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt/Main RECALLING THE PAST 14:30 - 15:15 15:15 - 16:00 16:00 - 16:30 16:30 - 17:15 17:15 - 18:00 18:00 - 18:45 Friday, 1 October 2004 09:00 - 09:45 09:45 - 10:30 11:30 - 11:00 11:00 - 11:45 11:45 - 12:30 12:30 - 14:00 Lunch Panel Chair: Mary Elaine Hegland, 14:00 - 14:45 14:45 - 15:30 15:30 - 16:00 16:00 - 16:45 16:45 - 17:30 17:30 - 18:15 Saturday, 2 October 2004 09:00 - 09:45 09:45 - 10:30 10:30 - 11:00 11:00 - 13:00 Nasser Fakouhi, Shahnaz Nadjmabadi, Richard Tapper Kontakt Förderinitiative Sachgebiet: Geschichte, Gesellschaft, Politik und Recht, Religion und Philosophie, Sprache und Literatur von: VolkswagenStiftung Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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