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Private Spenden ermöglichen Bau des Zentrums für Stammzelltransplantationen am Klinikum FrankfurtBedarf an 40 Transplantationen für leukämiekranke Kinder im Rhein-Main Gebiet gedeckt (idw) Im Beisein des Hessischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, wurde die Eröffnung des neuen Zentrums für Stammzelltransplantation am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Uniklinikums Frankfurt am Freitag, 10. September, gefeiert. Der Bau des über 9 Millionen Euro teuren Kompetenzzentrums wurde zur Hälfte aus Mitteln des Bundes finanziert, während der andere Teil überwiegend aus zahlreichen privaten Einzelspenden und Spendenaktionen bestritten wurde. Dies ist vor allem auf das Engagement des Vereins "Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V." zurückzuführen, der rund 4,7 Millionen Euro zusammen gebracht hat. Allein das langjährige Beiratsmitglied Johanna Quandt unterstützte das Projekt mit zwei Millionen Euro. Die Transplantationsstation im ersten Stock des neuen Hauses wird daher den Namen "Johanna-Quandt-Station" tragen. Pro Jahr werden in Deutschland circa 400 Stammzelltransplantationen bei Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Etwa dreiviertel dieser Transplantationen dienen der Behandlung von bösartigen Erkrankungen, insbesondere von Krebserkrankungen des Blutes (Leukämien) oder des lymphatischen Systems (Lymphome). "Die Erfolge bei der Behandlung krebskranker Kinder und Jugendlicher haben stetig zugenommen", sagte Professor Thomas Klingebiel, Direktor der Klinik für Kinderheilkunde III und verantwortlicher Leiter des Stammzelltransplantationszentrums am Universitätsklinikum Frankfurt. Heute gibt es eine Heilungsrate von 70 Prozent, während noch vor 25 Jahren das Problem der Leukämie und bösartiger Tumore bei Kindern nahezu unlösbar schien. Bislang wurden pro Jahr 20 Transplantationen an der Frankfurter Uniklinik in zwei Transplantationsbetten durchgeführt. "Im Rhein-Main-Gebiet bestand auf diesem Gebiet jedoch ein größerer Bedarf", erläuterte Professor Roland Kaufmann, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt. Doch nun sei die Versorgungslücke geschlossen: Mit dem neuen Transplantationszentrum erhöht sich die Anzahl der Betten von zwei auf sechs, so dass die Uniklinik in der Lage sein wird, den gesamten Bedarf von jährlich 40 Stammzell-transplantationen für an Leukämie erkrankten Kindern und Jugendlichen im Rhein-Main-Gebiet abzudecken. Zudem können diese jetzt wohnortnahe behandelt werden. Die ersten Patienten sollen ab November 2004 aufgenommen werden. Das Zentrum für Stammzelltransplantation erweitert das im Jahr 2000 fertig gestellte Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, mit dem es baulich verbunden ist. Der Grundriss des dreigeschossigen Gebäudes ist einer Frucht nachempfunden und hat eine Nutzfläche von knapp 1.290 qm. Die Funktionsräume befinden sich im inneren Kern, um den herum die Krankenzimmer wie ein großer Ring liegen. Die Architektur des Zentrums orientiert sich an den Empfehlungen zu Idealgrundrissen von Kinderkliniken des A.K.I.K. (Aktionskomitee Kinder im Krankenhaus). Die Planung des Neubaus erfolgte durch das Frankfurter Architektenbüro Wörner + Partner Freie Architekten GBR. Im Erdgeschoss ist die Tagesklinik und die Ambulanz eingerichtet, wo die ambulante und tagesstationäre Versorgung und die Vor- und Nachsorge von stammzelltransplantierten Kindern und Jugendlichen stattfinden wird. Die Transplantationsstation befindet sich im ersten Stockwerk. Hier werden die stationär untergebrachten Kinder von der Umgebung geschützt und isoliert, aber durch die bauliche Ausgestaltung nicht hermetisch getrennt sein. Im zweiten Stock sind schließlich mehrere Forschungslabore eingerichtet, in denen die notwendigen Weiterentwicklungen für die Stammzelltransplantation erarbeitet werden. Als Begleiter für die Patienten hat der bekannte Kinderbuchautor Helme Heine seine Bilderbuchfiguren der Klinik zur unentgeltlichen Nutzung zur Verfügung gestellt. An den Wänden der Transplantationszimmer und einigen Behandlungsräumen im Erdgeschoss befinden sich Die drei Freunde, Prinz Bär, Der Hase mit der roten Nase und viele mehr - sie sollen den Kindern als hilfreiche Wegbegleiter und Gefährten in einer schweren Zeit zur Seite stehen. Frankfurt am Main, 10. September 2004 Über die Klinik für Kinderheilkunde III: Über Stammzelltransplantationen: Für weitere Informationen: Ricarda Wessinghage Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M. Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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