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Rolf Walter erhält hohen Orden Venezuelas(idw) Jena. (13.01.99) Die höchste Auszeichnung der südamerikanischen Republik Venezuela für einen Ausländer wird an den Jenaer Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Rolf Walter verliehen. Walter nimmt den "Francisco de Miranda"-Orden Erster Klasse am 21. Januar aus den Händen des venezolanischen Botschafters in Bonn, Erik Becker Becker, entgegen. Die Zeremonie findet an der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt, wo der 45jährige Wissenschaftler seit 1991 den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte innehat. Prof. Dr. Walter, der 1983 auch die Deutsch-Venezolanische Gesellschaft mit-begründete, hat sich jahrelang wissenschaftlich mit Fragen der Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern befaßt und darüber bereits 1982 in Erlangen-Nürnberg promoviert. Inzwischen sind einige Bücher sowie mehr als 25 wissenschaftliche Aufsätze in Deutschland und in Südamerika erschienen. Ein dreibändiges Werk "Los alemanes en Venezuela", dessen dritten Band Walter in diesem Jahr vorlegen will, analysiert die wirtschaftlichen Beziehungen ebenso wie die Emigration, Assimilation und kulturelle Eingliederung deutscher Auswanderer in Venezuela von Kolumbus bis zum Jahr 1945. In "Der Traum vom Eldorado" arbeitete er die Geschichte der deutschen Konquista in Venezuela im 16. Jahrhundert auf. Außerdem ist er der Mitbegründer der Zeitschrift "Encuentros" ("Begegnungen"), die inzwischen das Goethe-Institut in Caracas herausgibt. "Ich freue mich sehr und fühle mich geehrt", kommentierte Rolf Walter die bevorstehende Auszeichnung. Er sei auch etwas überrascht, denn solche Ehrungen würden für wissenschaftliche Verdienste nicht so häufig verliehen. "Aber offenbar habe ich mit meinen wissenschaftlichen Arbeiten und Initiativen ein wahrnehmbares Scherflein zur positiven Bilanz der deutsch-venezolanischen Beziehungen beigetragen." In der Forschung setzt Prof. Walter mittlerweile einen stärkeren Akzent auf die Unternehmensgeschichte - z. B. der Zeiss-Werke - und verfaßte zwei Lehrbücher zur allgemeinen Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Seine private Leidenschaft für den fernen Subkontinent sei bereits in den frühen Studienjahren entfacht worden, gesteht er, als er mit glühender Begeisterung die Schriften Alexander von Humboldts gelesen habe. Für die Redaktionen: Friedrich-Schiller-Universität Sachgebiet: Wirtschaft von: Friedrich-Schiller-Universität Jena Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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