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"Sie helfen doch!": Kompetenznetz Demenzen wehrt sich gegen einseitige Berichterstattung"Sie helfen doch!": Das Kompetenznetz Demenzen wehrt sich auf Pressekonferenz gegen die einseitige Berichterstattung über die Wirksamkeit der Alzheimer-Medikamente. (idw) Die modernen Acetylcholinesterase-Hemmstoffe (Donepezil, Galantamin, Rivastigmin) sind wirksame Medikamente bei der Alzheimer Krankheit. Sie sind auf der Basis von großen, methodisch vernünftigen Studien über ein ordnungsgemäßes Zulassungsverfahren nach den Regeln der Kunst u.a. in Deutschland und den USA zugelassen worden. Das offizielle Zulassungsverfahren ist stark reglementiert und statistisch einwandfrei abgesichert. Die Grundaussage, die in dem SPIEGEL-Artikel wiedergegeben wird - "die teuren Pillen helfen den Patienten nicht" - ist sachlich nicht richtig. Ebenso ist die in dem Artikel zitierte Aussage, dass "... der Einsatz von Donepezil, Rivastigmin und Galantamin bei der vorhandenen Datenlage wissenschaftlich nicht begründet ist...", sachlich falsch. Die Studie der Hamburger Autoren, auf die sich der SPIEGEL-Artikel bezieht, ist nicht veröffentlicht. Somit ist es unklar, welche methodische Qualität die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den bewerteten Studien hat. In der Evidence Based Medicine ist allgemein anerkannt, dass die zusammenfassende Analyse der veröffentlichten methodisch abgesicherten Studien durch die Cochrane Gruppe das Höchstmaß an möglicher Evidenz liefert. Die Cochrane-Gruppe kommt zu der eindeutigen Schlussfolgerung, dass die modernen Ace-tylcholinesterase-Hemmstoffe wirksam sind. Den Schlussfolgerungen aus der zitierten Studie ("AD2000") der britischen Medizinzeitschrift "Lancet", mit der sich das Kompetenznetz Demenzen intensiv auseinandergesetzt hat, kann ebenfalls nicht beigepflichtet werden, da diese Studie erhebliche methodische Mängel aufweist. (Eine Stellungnahme hierzu ist über die Homepage des Kompetenznetzes www.kompetenznetz-demenzen.de sowie über die Homepage des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit Mannheim www.zi-mannheim.de/index.php/688/0/ abrufbar. Das internationale Beratungsgremium des Kompetenznetz Demenzen hat demzufolge zur Verwendung eines Acetylcholinesterase-Hemmstoffes in den Therapie-Studien des Kompetenznetzes geraten. Die Anwendung der Medikamente bei Alzheimer Kranken ist sicher, und die Medikamente beinhalten nur vertretbare Nebenwirkungen Auf den unten genannten Homepages ist auch die aktuelle Pressemitteilung der Deutschen Alzheimer-Gesellschaft e.V. abrufbar. Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung: oder Dr. Ute Kindermann Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften, Psychologie von: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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