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"In Erfurt heimisch geworden"70. Internationaler Sommerkurs für deutsche Sprache an der Universität endet morgen (idw) "Was passiert, wenn du in Thüringen bist und keine Klöße magst?", die Frage stellt Petra-Melitta Rosu aus Rumänien, eine von 51 Teilnehmern des morgen zu Ende gehenden 70. Internationalen Sommerkurses für deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde der Universität Erfurt. Man esse einfach eine original Thüringer Bratwurst, so ihre Empfehlung. In einem persönlichen Erfahrungsbericht berichtet sie über ihre durchweg positiven Eindrücke einer "schönen und heißen Zeit in Thüringen". Zum Sommerkurs sei sie, wie viele ihrer Mitstreiter nach Erfurt gekommen, um die "Ostdeutschen in der Mitte Deutschlands kennen zu lernen". Bei Besuchen in Weimar, Eisenach und Sondershausen, habe man die Menschen gut beobachten können und vielfältige Kontakte geknüpft. "Wenn es dann hieß: "in einer Stunde fahren wir nach Hause", waren nicht unsere Heimatländer gemeint, sondern die liebenswürdige Thüringer Landeshauptstadt, die uns in den drei Wochen zu einer zweiten Heimat geworden ist", so die Rumänin. Aus insgesamt 18 Ländern: Japan, Neuseeland und den USA als den am weitesten entfernten Herkunftsländern sowie aus dem europäischen Ausland, darunter nicht wenige aus den neuen osteuropäischen EU-Staaten, aber auch aus Italien, Spanien, Frankreich und Portugal, aus Russland und der Ukraine kamen die Teilnehmer des diesjährigen Sommerkurses. Im Kursteil ging es ihnen vor allem darum, ihre Deutschkenntnisse zu erweitern. "Ein Charakteristikum des diesjährigen Kurses war, dass die Deutschkenntnisse der Kursteilnehmer stärker als in den vergangenen Jahren ausgeprägt waren. Die Erwartungen an den Sommerkurs waren dementsprechend hoch", so Kursleiterin Dr. Christine Schrader. Sprechfertigkeit, Vertiefung der Kenntnisse in der schwierigen deutschen Grammatik und erste Versuche mit eigenem kreativen Schreiben standen im Mittelpunkt, ergänzt vom speziellen und gern angenommenen Angebot Wirtschaftsdeutsch und Deutsch als Verhandlungssprache. "Es ist uns offensichtlich gelungen, einen Unterricht auf hohem Niveau anzubieten", schätzt Schrader auf Grundlage der Berichte der Teilnehmer ein. "Die vielen Möglichkeiten miteinander ins Gespräch zu kommen und andere Kulturen kennen zu lernen", wertet die rumänische Studentin besonders hoch. "Eine junge Frau aus Kambodscha erzählte mir von den Problemen der Jugend in ihrem Land und mit einem Kommilitonen aus Ungarn verglich ich unsere Schulsysteme". "Was isst eine Polin zum Frühstück? Wie verbringt der Franzose seine Freizeit? Was für Musik hört eine Russin? Wie begrüßen sich die Japaner oder die Italiener? Und, und, und...". Die Tatsache, dass Vertreter unterschiedlicher Altersgruppen und mit verschiedenen Berufen am Internationalen Sommerkurs teilnehmen, wird als große Bereicherung angesehen. "Im freimütigen Austausch der Meinungen, und zwar ganz offensichtlich in einer freundschaftlich-toleranten, fröhlichen Atmosphäre, wurden globale Probleme der Zeit aus verschiedenen kulturellen Blickwinkeln erörtert", so Schrader. "Das sollte in Zeiten verschiedenster Bedrohungen in dieser Welt nicht unterschätzt werden. Viele neue Bekanntschaften haben das Zeug zu festen, internationalen Freundschaften". Kontakt/Weitere Informationen: Internationales Büro der Universität Erfurt Tel. 0361/ 737 5030 Sachgebiet: Geschichte, Gesellschaft, Kunst und Musik, Sprache und Literatur von: Universität Erfurt Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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