|
||||||||||
Ausstellung und RUB-Veröffentlichung: Pflanzenheilkunde vom 15. Jh. bis heute172 Texte über die Zubereitung und medizinische Anwendung von Pflanzen, einige Tiere und Mineralien enthält das Kräuterbuch von 1470, das die RUB-Forscher Dr. Michael Martin, Prof. Dr. Irmgard Müller (Institut für Geschichte der Medizin) und Prof. Dr. Peter Wiehl (Germanistik) zusammen mit der Stiftung Schloss Moyland neu herausgegeben haben. Außerdem haben sie einen wissenschaftlichen Begleitband erarbeitet. Das Buch steht auch im Mittelpunkt der Ausstellung "Pflanzenkunde im Mittelalter: Das Kräuterbuch von 1470", die noch bis zum 1. November 2004 auf Schloss Moyland zu sehen ist. (idw) Bochum, 05.07.2004 Pflanzenheilkunde vom 15. Jh. bis heute Einige Rezepte aus dem kostbaren, handgeschriebenen Buch von 1470 haben bis heutige Gültigkeit, andere - Igelstacheln gegen Haarausfall etwa - sind wohl nicht mehr empfehlenswert: 172 Texte über die Zubereitung und medizinische Anwendung von Pflanzen, einige Tiere und Mineralien enthält das Werk, das die RUB-Forscher Dr. Michael Martin, Prof. Dr. Irmgard Müller (Institut für Geschichte der Medizin) und Prof. Dr. Peter Wiehl (Germanistik) zusammen mit der Stiftung Schloss Moyland neu herausgegeben haben. Außerdem haben sie einen wissenschaftlichen Begleitband erarbeitet. Das Buch steht auch im Mittelpunkt der Ausstellung "Pflanzenkunde im Mittelalter: Das Kräuterbuch von 1470", die noch bis zum 1. November 2004 auf Schloss Moyland zu sehen ist. Handgeschriebene Kostbarkeit Das "Anholter-Moyländer Kräuterbuch" aus der Fürstlich Salm-Salm'schen Bibliothek der Wasserburg Anholt (Kreis Borken) ist eine der wenigen Abschriften des um 1450 geschriebenen Werks des Münchner Arztes Johannes Hartlieb. Noch vor Mitte des 16. Jahrhunderts kam das Buch auf die Wasserburg Anholt, als sie lehnrechtlich mit Schloss Moyland verbunden war. Vor dem Buchdruck: Abschreiben und zusammenfassen In der Ausstellung werden einzelne, repräsentative Kapitel des Buchs erläutert und mit getrockneten Pflanzen und Tierprodukten illustriert. Der Kräutergarten von Schloss Moyland bietet weiteres Anschauungsmaterial, Pflanzen für den eigenen Garten sind dort auch erhältlich. Außerdem lässt sich anhand des Buchs die Geschichte der Pflanzenheilkunde von der Spätantike bis ins 15. Jahrhundert erläutern: Eine Schlüsselstellung hatten die Klöster, die antikes und arabisches Wissen übermittelten. Abschreiben und Zusammenfassen (Komplilieren) waren vor der Erfindung des Buchdrucks die Techniken der Vervielfältigung. Auch ein Ausblick auf einige "neue" gedruckte Kräuterbücher ist Bestandteil der Ausstellung. Publikationen zur Ausstellung Faksimile-Ausgabe des Anholter-Moyländer Kräuterbuchs mit 371 farbigen Abbildungen, Nijmegen 2004, 49 Euro. Weitere Informationen Prof. Dr. Irmgard Müller, Institut für Geschichte der Medizin der Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-23394, Fax: 0234/32-14205, E-Mail: geschichte.medizin@rub.de, Internet: http://www.rub.de/malakow/ Sachgebiet: Geschichte, Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Ruhr-Universität Bochum Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
|
Linktipps:
|