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"Was sind eigentlich Leistungsträger?"



Statement von bdvb-Präsident Prof. Dr. Franz Peter Lang

(idw) Über die Suchmaschine im Internet erfährt man, dass es sich hierbei um Körperschaften, Anstalten und Behörden in unserem Sozialsystem handelt, die Renten, Krankengeld und Sozialhilfe bereitstellen. Was der "Aktionskreis Leistungsträger" darunter versteht, findet sich kaum. Kennt man in Deutschland keine Leistungsträger? Man kennt sie durchaus, aber liebt sie nicht.

Die Allensbacher Meinungsforscher haben herausgefunden, dass der Begriff des Leistungsträgers in Wirtschaft und Gesellschaft die Deutschen stark polarisiert. Also zumindest bei ebenso vielen negativ besetzt ist, wie er positiv gesehen wird. Diese Einschätzung teilt er mit Begriffen wie Unternehmen oder Unternehmensgewinn, während der Unternehmer als Persönlichkeit oder die Leistungsbereitschaft als Prinzip der Lebensgestaltung zunehmend positiv eingeschätzt werden. Interessant ist auch, dass sich offenbar eine Trendwende abzeichnet, nach der Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit nach Jahren der Geringschätzung wieder an Ansehen gewinnen.

Dass es Leistungsträger in allen Berufsfeldern auf den unterschiedlichsten Ebenen gibt, ist den im "Aktionskreis Leistungsträger" zusammenwirkenden Verbänden klar. In ihrer Quintessenz lässt sich diese Kooperation von über ein Dutzend Einzelverbänden durch die Begriffe Leistung, Verantwortung und Solidarität charakterisieren. Leistungsträger sind darin alle Beschäftigten, seien sie Selbstständige, Angestellte, Beamte oder Arbeiter, die einen überdurchschnittlichen Beitrag zum Erfolg ihres Unternehmens leisten. Dabei sind Bildung und materielle Ausstattung wichtige Faktoren. Leistungsbereitschaft setzt aber immer Abwesenheit von Zwängen und Anreize nicht nur materieller Art voraus, die ein Individuum veranlassen, überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen. Ein Leistungsträger ist immer auch für die Gesellschaft tätig, der sein Mehrprodukt zugute kommt. Das gilt in besonderem Maße in jenen Bereichen, in denen die materielle Entlohnung, z. B. in der Sozialwirtschaft, im Vergleich zur erbrachten Leistung ziemlich erbärmlich erscheint.

Leistungsträger sind eine viel beschäftigte, individuell und hierdurch isoliert arbeitende und individualistisch denkende Spezies. Sie sind zahlenmäßig immer eine Minorität und sie denken auch auch allgemein-politisch recht unterschiedlich. Gründe, die belegen, dass es keine politische Partei, sondern nur eine starke, ihre speziellen Interessen vertretende Lobby sein kann! Der "Aktionskreis Leistungsträger" kann hier die überparteiliche Institution sein, welche die gemeinsamen Interessen der Leistungsträger nicht nur formuliert, sondern auch auf allen Ebenen des gesellschaftlichen und politischen Lebens zu Gehör bringt.

Weitere Infos unter http://www.bdvb.de und www.ak-leistungstraeger.de

Kontakt:
Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb)
Dr. Arno Bothe
Tel. 0211-372332
Email: info@bdvb.de

Sachgebiet: Gesellschaft, Politik und Recht, Wirtschaft

von: bdvb - Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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