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Universität Heidelberg lädt zu 7. Heidelberger Ökumenischem Forum einDem "Papst der Protestanten", Sam Kobia, zuzuhören und mit ihm zu diskutieren, soll möglichst vielen kirchennahen und kirchenfernen Heidelbergerinnen und Heidelbergern am 28. Juni ermöglicht werden (idw) In diesem Semester wird ein besonderer Gast als Referent beim 7. Ökumenischen Forum, das am kommenden Montag stattfinden wird, zu begrüßen sein: Sam Kobia, neuer Präsident des Weltrates der Kirchen, startet seine von der EKD organisierte Deutschlandreise, um die deutsche Kirchen- und Theologielandschaft kennen zu lernen, am Ökumenischen Institut in Heidelberg. Ihm als "Papst der Protestanten" zuzuhören und mit ihm zu diskutieren, soll möglichst vielen kirchennahen und kirchenfernen Heidelbergerinnen und Heidelbergern ermöglicht werden (28. Juni, Ökumenisches Institut, Plankengasse 1). "Die internationale ökumenische Gemeinschaft der Kirchen vor aktuellen Herausforderungen - Entwicklungen und neue Perspektiven im Ökumenischen Rat der Kirchen" ist das Generalthema des Forums. Die weltweite ökumenische Gemeinschaft der Kirchen sieht sich im 21. Jahrhundert vor neuen gesellschaftlichen und theologischen Herausforderungen: der Dialog der Kulturen wird angesichts der gewaltsam ausgetragenen Konflikte immer dringlicher. Politisch instrumentalisierte Religion dient der Legitimation von Unterdrückung. "Diese Auseinandersetzungen werden durch den wirtschaftlich dominierten Globalisierungsprozess verschärft, der die ungerechte Verteilung von Gütern unterstützt und damit zur Instabilität verschiedener Gesellschaften beiträgt", so die Veranstalter. Welche Verantwortung kommt der weltweiten Gemeinschaft der Kirchen angesichts dieser Herausforderungen zu? Kann christliche Spiritualität neue Wege des Dialogs und der Gemeinschaft eröffnen? Der Ökumenische Rat der Kirchen, 1948 gegründet, umfasst heute eine Gemeinschaft von 342 Kirchen nahezu aller christlichen Traditionen in über 120 Ländern (die röm.-kath. Kirche ist kein Mitglied, arbeitet aber mit dem ÖRK zusammen). Inwiefern ist diese Gemeinschaft von Kirchen in der Lage, mit ihren Programmen zur verantwortlichen Gestaltung des Zusammenlebens in Gerechtigkeit und Frieden beizutragen? Zum Referenten Pfr. Dr. Samuel Kobia, seit Januar 2004 Generalsekretär des ÖRK, ist nicht nur promovierter Theologe und Religionswissenschaftler, sondern hat auch einen Abschluss in Städteplanung vom Massachussetts Institute of Technology, USA. Dr. Kobia ist Pastor der Methodistenkirche Kenias. Von Beginn seiner Laufbahn an hat Sam Kobia verschiedene Positionen zunächst im Nationalen Rat der Kirchen von Kenia, später auch im ÖRK (z.B. bei den Kirchlichen Diensten für Urban Rural Mission) bekleidet. Seine sozial-politischen und ökumenischen Engagements sind vielfältig - unter anderem: Vorsitz im Internationalen Koordinierungsausschuss Frontier Internship in Mission (FIM) 1981-85, Vizevorsitz der ÖRK-Kommission für das Anti-Rassismus-Programm (1984-91), Gründung der Nairobi-Friedensgruppe (1987), Vorsitz bei den Friedensgesprächen für den Sudan 1991. Unter seinen Veröffentlichungen sind besonders die beiden Bücher über Afrika hervorzuheben: "The Quest for Democracy in Africa" (1993) und "The Courage to Hope" (2003). Zum Heidelberger Ökumenischen Forum Seit seiner Gründung im Jahr 2000 durch Prof. Dr. Christoph Schwöbel bietet das Heidelberger Ökumenische Forum nun schon zum siebenten Mal Gelegenheit, Fragen der christlichen Ökumene mit renommierten Wissenschaftlern verschiedener Konfessionen und Nationalitäten zu diskutieren. Im Zentrum steht dabei das Bemühen um einen interkonfessionellen und internationalen Dialog. Montag, 28. Juni 2004 11 bis 13 Uhr Rundgespräch: 20 Uhr Vortrag: Rückfragen bitte an: Rückfragen von Journalisten auch an: Sachgebiet: Religion und Philosophie von: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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