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Spontanes Handeln in Netzen der Zukunft(idw) Nr. 54/04.06.04/vm Spontanes Handeln in Netzen der Zukunft Universität Karlsruhe eröffnet Forschungsschwerpunkt für eOrganisation Computer nehmen den Menschen immer mehr Entscheidungen ab. Sie führen Verkaufsverhandlungen, organisieren Auktionen, erfüllen selbstständig Dienstleistungen und übernehmen bei der Steuerung von Maschinen und Fahrzeugen wichtige Entscheidungen; zum Beispiel solche, die schneller getroffen werden müssen, als ein Mensch dies kann. Diese Automatisierung verändert die Welt. Es entstehen neue soziotechnische Systeme, so genannte eOrganisationen, in denen viele Aufgaben, Kompetenzen und Entscheidungen von menschlichen Akteuren auf technische Akteure übertragen werden. Im Wirtschafts- und Lebensraum der Zukunft wird es neue Märkte und Netzwerke geben, die sich auf der Basis dynamischer, sich selbst organisierender Softwaresysteme überall und jederzeit zwischen mobil vernetzten Partnern bilden können. Zu dieser Thematik eröffnet die Universität Karlsruhe einen neuen, fächerübergreifenden "Forschungsschwerpunkt eOrganisation". Ein Pressegespräch Zu beiden Veranstaltungen sind Vertreter und Vertreterinnen der Medien herzlich eingeladen. Anmeldungen bitte bis Dienstag, 8. Juni, mit beiliegendem Formular. Rund 70 Wissenschaftler aus den Wirtschaftswissenschaften, der Informatik und der Rechtswissenschaft arbeiten in dem neuen Forschungsschwerpunkt zusammen. Zentrale Forschungsfrage ist die Übertragbarkeit ökonomischer Gesetze und rechtlicher Rahmenbedingungen auf das digital vernetzte Wirtschaften in der Informations- und Wissensgesellschaft. Es gilt, neue Organisationsformen sowie eine zuverlässige technische Infrastruktur für die rasche, stabile, sichere und rechtssichere Abwicklung des Geschäftsverkehrs der Zukunft mit seinen spontanen Geschäftsbeziehungen autonomer Handelspartner in liberalisierten, internationalen Märkten zu entwickeln. Der Forschungsschwerpunkt eOrganisation der Universität Karlsruhe startet mit dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkolleg "IME: Informationswirtschaft und Market Engineering" sowie mit den Verbundvorhaben "SESAM: Selbstorganisation und Spontaneität in liberalisierten und harmonisierten Märkten" und "OVID: Stärkung der Selbstorganisationsfähigkeit im Verkehr durch I+K-gestützte Dienste". SESAM und OVID werden vom Bundesforschungsministerium finanziell gefördert. Die Forscher untersuchen, welche ökonomischen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, damit spontane Märkte ökonomisch funktionieren. Sie entwickeln und erproben dynamische Softwaresysteme, die sich ohne menschliches Eingreifen weitgehend selbst organisieren können. Konkret konzentrieren sie sich zunächst auf globale elektronische Märkte und Netzwerke mit einer Vielzahl von Anbietern und Abnehmern. Aktuell untersuchen sie Energie- und Finanzmärkte, den zukünftigen Markt für Computer-Rechenleistung im Rahmen des GRID-Computing, aber auch Speditionslogistik und Anwendungen zur telematischen Verkehrssteuerung. Beispiele sind unter anderem die Gestaltung elektronischer Handelsplattformen für CO2-Emissionszertifikate, spontan entstehende Marktplätze für den Handel von Bandbreiten und Rechenleistung und Plattformen für den Handel von Energie. Programm der Festveranstaltung: Eröffnung: Professor Hal R. Varian, University of California, Berkeley Professor Lawrence Lessig, Stanford Law School, Stanford Professor David Clark, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge Weitere Informationen: Antwort bis Dienstag, 8. Juni 2004, erforderlich! Am Pressegespräch am Mittwoch, 9. Juni, 14 Uhr, nehme ich o teil o nicht teil. o bitte schicken Sie mir Informationsmaterial zu. Name/Vorname ............................................................................................................. Medium ............................................................................................................. Adresse ............................................................................................................. Telefon/Fax ............................................................................................................. E-Mail-Adresse .............................................................................................................. Datum/Unterschrift .............................................................................................................. Sachgebiet: Elektro- und Energietechnik, Geowissenschaften, Gesellschaft, Informationstechnologie, Medien und Kommunikation von: Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.) Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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