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In drei Jahrzehnten Aufsehen erregt(idw) In drei Jahrzehnten Aufsehen erregt Festkolloquium "30 Jahre Anorganische Biochemie" in Tübingen zeigt Entwicklung der jungen Disziplin Anorganische Biochemie - ein Widerspruch in sich? Wie passen tote Materie und Bios, das Leben, zusammen? Bei der Entwicklung des Lebens auf der Erde spielten und spielen Metalle eine entscheidende Rolle. Untersuchungen zur biologischen Bedeutung der Spurenelemente beschäftigten Wissenschaftler schon im vorigen Jahrhundert, allein eine eigenständige Disziplin für ihre Forschungen gab es nicht. Innovativ war deshalb das Engagement der Universität Tübingen vor 30 Jahren: 1968 entstand an der Eberhard-Karls-Universität die erste Arbeitsgruppe für Anorganische Biochemie in Deutschland. Die Erforschung der speziellen Zusammenhänge von anorganischen Stoffen und Leben wurde acht Jahre später institutionalisiert: 1976 ging aus der Arbeitsgruppe die erste und bisher einzige Professur für diese Disziplin hervor. Ein Festkolloquium zum runden Geburtstag der Tübinger Anorganischen Biochemie am Freitag, 4. Dezember, soll den scheinbaren Widerspruch der jungen Disziplin klären und hervorheben. Zugleich will das Kolloquium die rasante Entwicklung der Naturwissenschaft dokumentieren. Für Aufsehen sorgte die Arbeitsgruppe in den vergangenen Jahren nicht nur unter Fachkollegen, sondern auch in der breiteren Presselandschaft: In Jahrtausende alten Mumienknochen hatten die Wissenschaftler heute noch aktive Enzyme nachgewiesen. Durch die Einbalsamierung waren die Proteine konserviert worden. So konnten die Tübinger Wissenschaftler strukturell intakte und aktive Metalloenzyme aus Knochen von 4000 Jahre alten Knochen ägyptischer Mumien erfolgreich isolieren. Die Forschung der Anorganischen Biochemiker fand ihren Niederschlag in der molekularen Archäologie - ein interdisziplinäres Zusammenspiel von Kultur- und Naturwissenschaften. Nähere Informationen: Professor Wolfgang Voelter Sachgebiet: Chemie und Biochemie von: Eberhard-Karls-Universität Tübingen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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