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Wieviel Pflege braucht der Mensch?Unternehmerforum Pflege diskutiert Qualität der Pflege in der Universität Witten/Herdecke (idw) In der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Gesundheitssystems spielt die Frage der Qualitätsentwicklung eine wichtige Rolle: Wer legt fest, wie die Pflege eines alten oder kranken Menschen vor sich gehen soll? Verbindliche Vorschriften gibt es zur Zeit nicht. Jeder Verband, jedes Krankenhaus und jedes Altenheim legt für sich fest, wie oft gewaschen und gebettet wird oder wie weit etwa die Hilfe beim Essen gehen soll. Und das ist auch gut so! Am Beispiel des Essen-Reichens wird das Dilemma deutlich: Jeder Patient ist unterschiedlich fähig, eigenständig zu essen. Der eine kann das Besteck selber halten, der andere nicht. Vorschriften sind hier ebenso nutzlos wie Zeitvorgaben. Hinzu kommt die Frage der Entmündigung: Zuviel Hilfe bei den Verrichtungen "gewöhnt" die Patienten daran, sich helfen zu lassen, statt sie dazu zu bewegen, selber wieder aktiv zu werden. Wie also können einheitliche Regelungen aussehen, die gerade unter dem bestehenden Kostendruck immer wieder gefordert werden? Soll es sie überhaupt geben? Was muß medizinisch und pflegerisch sein? Was ist für die Selbständigkeit des Patienten wünschenswert? Diese Diskussion möchte das Institut für Pflegewissenschaft mit den Unternehmen des Pflegesektors führen, die es unterstützen und mit denen es eng zusammenarbeitet. Dazu dient das Unternehmerforum Pflege Für einen Fototermin und kurze Fragen stehen Ihnen die Teilnehmer um 12.30 Uhr zur Verfügung. Weitere Informationen bei Elke Donath, 02302/669-365 Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften, Gesellschaft von: Private Universität Witten/Herdecke gGmbH Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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