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Die "neuen Selbständigen" in der InformationsgesellschaftKooperationsprojekt von IAT und DGB-Bildungswerk - Zwischen Interneterfolg und Computersklaverei? - Dokumentation internationaler Beispiele von Unterstützungsangeboten für Freelancer (idw) Umsatz und Image der "New Economy" sind in den letzten drei Jahren rapide verfallen, die mit ihr gewachsene Erwerbsform der "neuen Selbständigen" scheint jedoch für Internet-Ritter, Computerfreaks und E-Lancer weiter attraktiv. Ein Großteil des Gründungsgeschehens in Deutschland spielt sich inzwischen im Bereich von Kleinstgründungen bis hin zu Ein-Personen-Unternehmen ab. Aus der Sicht traditioneller wirtschaftspolitischer Institutionen werden Selbständige, die keine Unternehmensgründung anstreben, sondern "klein" bleiben wollen, teilweise belächelt. In einem Kooperationsprojekt des Instituts Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) und des DGB-Bildungswerkes NRW haben wir diese Entwicklung aber ernst genommen und sind der Frage nachgegangen, welche Erfahrungen neue Selbständige in ihrem Arbeitsalltag sammeln, auf welche Barrieren sie stoßen und wo sie gegebenenfalls Unterstützung wünschen. "Die Wirklichkeit der Lebens- und Arbeitssituation der 'kleinen' Selbständigen in der Internetwirtschaft ist vielschichtig. Die simple Einordnung dieser Gruppe auf der Gewinner- und Verliererseite des Wandels von Arbeit macht deshalb wenig Sinn", stellt Achim Vanselow vom IAT fest. Das war selbst in der Boomzeit der New Economy der Fall. Projekterfahrene Spitzenkräfte, die sich ihre Aufträge, Auftraggeber und in Grenzen auch die Arbeitszeit aussuchen können, ein sehr hohes Einkommen erzielen und sich umfassend gegen die Risiken der selbständigen Tätigkeit absichern können, entsprechen noch am ehesten dem Bild des erfolgreichen "E-Lancers". Die unter massivem Konkurrenzdruck stehenden Freelancer, die nicht zur Spitzengruppe zählen und die vielleicht noch als Anfänger von Kurzprojekt zu Kurzprojekt hetzen, gerade die Hälfte des empfohlenen Honorars erzielen und sich bestenfalls die Krankenversicherungsbeiträge leisten können, tragen dagegen ein erheblich höheres Risiko. Im Rahmen des Projektes wurde deshalb eine Reihe von Unterstützungsangeboten entwickelt. Das DGB-Bildungswerk NRW hat im Internet einen umfangreichen Ratgeber für E-Lancer (www.E-Lancer-NRW.de) zur Verfügung gestellt, der kostenlos genutzt werden kann und regelmäßig aktualisiert wird. Die Ergebnisse des Projektes wurden jetzt in der Grauen Reihe des IAT, Bd. 2003-06, veröffentlicht und stehen im Internet unter http://iat-info.iatge.de/aktuell/veroeff/2003/gr2003-06.html zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die Broschüre "Unterstützungsangebote für Neue Selbstständige in der IT- und Multimediabranche in Italien, Schweiz, Österreich und den Niederlanden" (Autoren: Hae-Lin Choi, Olaf Schröder) kann beim DGB-Bildungswerk NRW e.V. (Bismarckstr. 77, 40210 Düsseldorf, T. 0211/17523-194, OSchroeder@dgb-bildungswerk-nrw.de) bestellt werden. Für weitere Fragen stehen Olaf Schröder IAT-Pressereferentin Sachgebiet: Gesellschaft, Medien und Kommunikation, Wirtschaft von: Institut Arbeit und Technik Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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