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Analyse der direkten Kosten der Parkinson-Therapie(idw) In einer Studie der Europa Fachhochschule Fresenius, Idstein, und dem Fachbereich Neurologie, Deutsche Klinik für Diagnostik (DKD), Wiesbaden, sind Daten zu den direkten Kosten der Parkinson-Therapie erhoben worden. Die medizinisch-wissenschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahre ermöglichen eine deutlich bessere Behandlung der Krankheit. Durch die zunehmende Prävalenz des Parkinson-Syndroms und die kostenintensiven modernen Therapien nehmen die ökonomischen Belastungen durch diese Erkrankung ständig zu. Die Kostendiskussion bei der Therapie des Parkinson-Syndroms tritt deshalb zusehends in den Vordergrund. Bisher lagen nur grobe Schätzungen zu den direkten Kosten vor. Die Studie erfasst die Diagnostik, medikamentöse Therapie (einschließlich Begleitmedikation und -behandlung), Folgen der Non-Compliance (vor allem aufgrund nicht eingenommener Medikamente), Medikation und Therapie bei Neben- und Wechselwirkungen, ärztliche Betreuung (Arztbesuche), Überweisungen zu anderen Institutionen, stationäre Behandlung, Operationen und Pflegekosten. Hinzu kommen besondere Unterstützungen wie z.B. eine Haushaltshilfe. Die Heilmittel belasteten die Kostenträger durchschnittlich mit 25,46 Euro. Die stationären Kosten beliefen sich monatlich auf 13,47 Euro (mit einer tiefen Hirnstimulation, der Deep Brain Stimulation [DBS] 19,04 Euro). Die Heilmittel verursachten durchschnittliche Kosten in Höhe von 25,46 Euro monatlich, medizinisch-technische Diagnoseuntersuchungen 18,74 Euro (mit DBS: 47,60 Euro). Die ärztlichen Leistungen wurden von den besonders aufwendigen medizinisch-technischen Diagnosemethoden getrennt, um die Betreuung und Behandlung der Patienten durch die Ärzte gesondert zu erfassen und eine Aufschlüsselung der unterschiedlichen Leistungsarten zu ermöglichen. Die ärztlichen Leistungen machten durchschnittlich 15,73 Euro aus. Die Ergebnisse der Studie lassen vermuten, dass bei einer Berücksichtung aller direkten Kosten die Gesamtkosten unverändert bleiben. Eine differenzierte Therapie führt zwar zu einer deutlichen Steigerung der Medikamentenkosten. Die Kosten für die stationäre Behandlung verringern sich jedoch und die Pflegebedürftigkeit wird zeitlich hinausgezögert. Im nächsten Schritt werden an der Europa Fachhochschule Fresenius die indirekten Kosten erfasst. Die Arbeit ist erschienen in Nervenarzt 2003-74:1105-1109 Weitere Auskünfte: Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften, Wirtschaft von: Europa Fachhochschule Fresenius Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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