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Die «Natürlichkeit» der Natur und die Zumutbarkeit von Risiken"Ethische Fragen im Zusammenhang mit Organtransplantation, Humangenetik und Gentechnik im nichthumanen Bereich stehen im Zentrum einer Tagung, die am 20. November 1998 ab 14.00 Uhr im Festsaal der Bonner Universität stattfinden wird. (idw) Im Rahmen dieser Tagung lädt Prof. Dr. Ludger Honnefelder, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Wissenschaft und Ethik, Bonn, ein zu einem Pressegespräch am: Freitag, 20. November 1998 von 12 - 13 Uhr An dem Gespräch nehmen ferner teil: Moderne medizinische und biowissenschaftliche Methoden haben in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten eröffnet. Sie stellen Patienten, Ärzte und Forscher vor völlig neuartige ethische und rechtliche Fragen: Welchem der auf eine Transplantation wartenden Patienten soll eine neue Leber transplantiert werden, wenn nicht genügend Spendeorgane bereitstehen - dem mit den besten Heilungsaussichten, oder dem, der am längsten gewartet hat? Muß man vor Eingriffen in das menschliche Erbgut nur dann zurückschrecken, wenn man die Folgen nicht abschätzen kann, oder ist das Genom unantastbar und schutzwürdig wie der einzelne Mensch? Spricht es gegen gentechnische Veränderungen an Pflanzen oder Tieren, daß sie nicht mehr rückgängig gemacht werden können, oder ist dies angesichts anderer irreversibler menschlicher Handlungen kein neues Argument? Mit solchen Fragen hat sich die 1989 auf Initiative des Wissenschafts- ministeriums von NRW gegründete "Forschungsarbeitsgemeinschaft Bioethik in Nordrhein-Westfalen" beschäftigt. Sie analysierte in einer Die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen sollen am Freitag, dem 20. November 1998, ab 14.00 Uhr im Festsaal der Universität Bonn vorgestellt werden. Dabei werden die Projektbearbeiter über ihre einzelnen medizin- und bioethischen Untersuchungen referieren. Die Projektleiter werden zu den übergeordneten Problemen der Anwendung von Ethik, zu den Begriffen der Natürlichkeit und der Zumutbarkeit Stellung nehmen, die in allen Projektteilen relevant sind. Außerdem wird Professor Egbert Schroten, Direktor des Zentrums für Bioethik und Gesundheitsrecht der Universität Utrecht und Mitglied der European Group on Ethics in Science and New Technologies bei der Europäischen Kommission, einen vergleichenden Einblick in bioethische Ansätze innerhalb Europas geben. Auf Anfrage erhalten Sie das Programm der Tagung. Bei Teilnahme an dem Pressegespräch bittet die Presse- und Informationsstelle der Universität um Rückantwort. Sachgebiet: Biologie und Biotechnologie, Medizin und Gesundheitswissenschaften, Gesellschaft, Religion und Philosophie von: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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