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Müdigkeit am Arbeitsplatz - Pupille als "Müdigkeitsindikator"Wissenschaftler der Universitäts-Augenklinik Tübingen führen neuartige Studie zum Thema "Müdigkeit am Arbeitsplatz" durch (idw) Schläfrigkeit am Arbeitsplatz ist eine häufige und unterschätzte Ursache von Fehlleistungen und Arbeitsunfällen. Erstmals untersuchten Wissenschaftler der Augenklinik des Universitätsklinikums Tübingen unter Leitung von Dr. Barbara Wilhelm das Thema "Müdigkeit am Arbeitsplatz". Die Tübinger Forscher erhielten den Auftrag vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz. Dr. Barbara Wilhelm: "Viele Regelungen, die Arbeitsschutz und Arbeitszeit betreffen, beruhen auf vagen Vermutungen und nicht auf objektiven Daten. Zum ersten Mal will ein Ministerium die Wahrheit über Schläfrigkeit unter bestimmten Arbeitsbedingungen wissen, um notwendige Konsequenzen ziehen zu können. Das Problem Schläfrigkeit am Arbeitsplatz soll anhand unserer Ergebnisse dargestellt werden." Wie lässt sich Müdigkeit einer Person objektiv "messen"? Die Studie Die Untersuchung ergab eine deutliche Zunahme physiologisch gemessener Schläfrigkeit bei Ärzten nach dem Nachtdienst, obwohl die Testpersonen während des Dienstes im Durchschnitt etwa vier Stunden schlafen konnten. Vorbeugend gegen Schläfrigkeit wirkten sich Schlafphasen am frühen Morgen aus. Bei 50 Prozent der Bauarbeiter, die in Tagschicht unter Tage tätig sind, wurde schon nach einer Arbeitszeit von acht Stunden starke Einschlafgefährdung festgestellt. Bis zum Ende der zwölfstündigen Schicht - mit gleichmäßig verteilten zwei Pausenstunden - blieben die Schläfrigkeitswerte auf gefährlich hohem Niveau. Ansprechpartner für nähere Informationen: * Pupillographischer Schläfrigkeitstest (PST) Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Universitätsklinikum Tübingen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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