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ZeMiS präsentiert neue Entwicklungen auf dem Gebiet der MikrosystemtechnikDas Zentrum für Mikrotechnik und Systemintegration (ZeMiS) präsentiert neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik, Minister Frankenberg stellt die gute Forschungsinfrastruktur und die Aufgaben und Bedeutung der Hochschulen im Innovationsprozess heraus. (idw) Das neue Zentrum für Mikrotechnik und Systemintegration (ZeMiS) wurde am 7.7.03 In den nächsten Jahren wächst das Marktpotenzial der mikrotechnischen Produkte rasant an. Dies gilt insbesondere in den Bereichen Medizin, Automobil, Kommunikation, Chemie und Labortechnik, Umwelt sowie im Maschinen- und Anlagenbau, also in nahezu allen für Baden-Württemberg wichtigen Branchen. Bei der Umsetzung dieser Möglichkeiten ist gerade die mittelständisch geprägte Industrie des Landes vor große Aufgaben gestellt. Innovationsmanagement und innovative Produkte sind die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens am Markt. Die Hürde für einen Einstieg in die Mikrotechnik allerdings ist für KMU aufgrund verschiedener Faktoren hoch. In der Eröffnungsansprache betonte der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Peter Frankenberg, die Bedeutung einer modernen und vitalen Hochschullandschaft insbesondere unter Einbeziehung der Fachhochschulen auch in Forschungsfragen. Der Minister wies auch auf die Stärke des Landes Baden-Württemberg bei der Forschung hin: 3,9 % des Bruttosozialprodukts wird in Baden-Württemberg in die Forschung investiert. Immerhin zwei Drittel kommen dabei aus der Industrie. Vergleicht man diese Zahlen mit den Zahlen der Bundesstaaten der USA, so läge Baden-Württemberg unter den ersten zehn US-Bundesstaaten, die am meisten für Forschung ausgeben. Prof. Frankenberg betonte insbesondere die Wichtigkeit der Fachhochschulen bei regionalen Forschungskooperationen mit der mittelständischen Industrie. In Zukunft sieht er auch weiteren Unterstützungsbedarf des Handwerks, da hier die technologischen Anforderungen ständig steigen. Die Steinbeis-Zentren, die aus den Fachhochschulen -und hier zuvorders aus der Fachhochschule Furtwangen- entstanden sind, sind ein weiteres wichtiges Bindeglied in der Forschungslandschaft des Landes. Prof. Dr. Mescheder stellte im Folgenden Aufgaben und Struktur von ZeMis detailliert dar. Weiterhin wurden Möglichkeiten für Industrieunternehmen vorgestellt, die in ZeMiS vorhandenen Kompetenzen für eigene Entwicklungen zu nutzen. Das Zentrum für Mikrotechnik und Systemintegration (ZeMiS), das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen des Programms Zentren für Angewandte Forschung gefördert wird, unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erschließung neuer Produktpotentiale durch die Nutzung von Mikrotechniken und Systemintegration. ZeMiS bündelt unterschiedlichste Kompetenzen auf den genannten Gebieten, um ein umfassendes KnowHow aus einer Hand zu liefern und Produktideen zu verwirklichen. An ZeMiS arbeiten die Fachhochschulen Esslingen/Göppingen, Furtwangen, Heilbronn und Offenburg, die Universität Freiburg und das HSG-IMIT mit. Die Gesamtkoordination liegt dabei bei der Fachhochschule Furtwangen, die über langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik verfügt. In einem weiteren Beitrag gab Dipl. Ing. Carsten Bahle, Mitarbeiter der WTC- Wicht Technology Consulting München, einen Überblick über "Heutige und künftige Märkte der Mikrotechnik" und analysierte die Marktchancen für kleine und mittlere Unternehmen. Die Firma Sick in Waldkirch war schon bei der Bildung von ZeMiS mit Ideen und Anregungen beteiligt. In seinem Vortrag über "Erfolgreiches Innovationsmanagement aus der Sicht eines großen mittelständischen Unternehmens" betonte Dipl. Ing. Wolfgang Bay, Leiter Zentrale Forschung und Entwicklung der Sick AG , Waldkirch, dass für ein erfolgreiches innovatives Unternehmen ein Ausbau und Erhalt der Technologieführerschaft unabdingbar ist. Um diese zu sichern seien Kooperationen der Industrie mit Hochschulen und Forschungsinstituten wichtig und notwendig. Wünschenswert sei aber eine stärkere Ausrichtung der Forschung an der Sichtweise und den Bedürfnissen der Industrie. Der Ansatz von ZeMiS ist für Herrn Bay dabei konsequent und begrüssenswert. Erste konkrete Ergebnisse der Forschungsarbeiten in ZeMiS stellten Prof. Dr. Peter Woias von der Universität Freiburg und Prof. Dr. Tilo Strobelt von der Fachhochschule Esslingen/Göppingen vor. Einen konkreten Eindruck von den Arbeiten und Kompetenzen in ZeMiS konnten sich die Teilnehmer in der Mittagspause und nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung an den Ständen der Partner machen. Hier wurden auch erste Entwicklungsergebnisse aus den Pilotprojekten gezeigt. Sachgebiet: Elektro- und Energietechnik, Informationstechnologie, Mathematik und Physik, Wirtschaft von: Fachhochschule Furtwangen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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