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"Das Denkmal und der Lauf der Zeit"(idw) Nr. 108 / 1. Oktober 1998 / mea "Das Denkmal und der Lauf der Zeit" Ort: Torbogengebäude des Botanischen Gartens Bauten aus fernen Ländern wie der vor 2.500 Jahren errichtete Orakeltempel in der Oase Siwa oder die Kirche von Yanhuitlàn in Mexico sind ebenso Thema wie die Dorfkirchen in Mecklenburg und das Kloster Maulbronn: Unter dem Motto "Das Denkmal und der Lauf der Zeit" treffen sich vom 8. bis 10. Oktober 140 Wissenschaftler und Praktiker aus dem In- und Ausland zu einem Erfahrungsaustausch. Veranstalter der internationalen Tagung ist der an der Universität Karlsruhe angesiedelte Sonderforschungsbereich 315 "Erhalten historisch bedeutsamer Bauwerke". Die Tagung befaßt sich mit dem Untersuchen, Bewerten und Konservieren alter Baumaterialien und mit dem Instandsetzen alter Konstruktionen, stellt aber auch die Frage nach der zeitspezifischen Rolle der Denkmäler in Geschichte und Gegenwart. Finanzpräsident Frank Röder von der Oberfinanzdirektion Karlsruhe eröffnet die Veranstaltung am Donnerstag, den 8. Oktober 1998 um 8.30 Uhr. Den Einführungsvortrag hält der Sprecher des Sonderforschungsbereichs 315, Prof. Dr. Fritz Wenzel vom Institut für Tragkonstruktionen der Universität Karlsruhe. Die Fachvorträge sind in die Gruppen "Bewahren und Verändern", "Forschen und Entwickeln", "Untersuchungen und Instandsetzen" sowie "Reparieren und Weiternutzen" untergliedert. Zur Sprache kommt sowohl die Sicht der Denkmalverantwortlichen in Deutschland als auch der Standpunkt ausländischer Fachleute. Eine Exkursion zu bedeutenden Baudenkmälern mit aktuellen Sicherungsmaßnahmen schließt den Kongreß ab. Der Sonderforschungsbereich 315 "Erhalten historisch bedeutsamer Bauwerke - Baugefüge, Konstruktionen, Werkstoffe" wird seit 1985 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, zerstörungsarme Untersuchungsmethoden zu entwickeln, Prüfverfahren zur Beurteilung der Tragfähigkeit alter Konstruktionen auszuarbeiten sowie denkmalverträgliche Reparatur- und Instandsetzungsmethoden zu erproben. In ihm sind die Fachkenntnisse von Ingenieuren, Naturwissenschaftlern sowie Vertretern der Denkmalpflege und Baugeschichte vereint - von der Universität Karlsruhe sind sieben Institute und Abteilungen aus drei Fakultäten vertreten, dazu zwei Institute der Technischen Universität Dresden, das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und einige weitere Gruppen. Der SFB 315 ist in den Projektbereichen "Bauwerksbestand, Geschichte, Denkmalwert", "Werkstoffe, Eigenschaften, Verbesserungsmöglichkeiten", "Konstruktionen, Tragwirkungen, Sicherunsgtechniken" sowie "Dokumentationsstelle" tätig. Die alle drei Jahre veranstalteten internationalen Tagungen des Sonderforschungsbereichs haben sich nicht nur zu einem interdisziplinären Forum für Denkmalpflege-Experten des In- und Auslandes entwickelt, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung. Ansprechpartner: Karin Stober, M. A. Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar: Sachgebiet: Architektur und Bauwesen von: Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.) Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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