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Projekt zu krankheitsvorbeugenden Lebensmitteln(idw) Nr.104 / 18.09.1998 / hos Projekt zu krankheitsvorbeugenden Lebensmitteln Universität Sieger in der ersten Runde ____________________________________________________________________ Unter den Siegern der ersten Runde eines Wettbewerbes des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) zum Thema Ernährung moderne Verfahren der Lebensmittelerzeugung befindet sich auch die Universität Karlsruhe. Ihr Projekt Verbesserung der gesundheitlichen Qualität von Lebensmittln durch Erhöhung und Modifikation des Carotinoidgehaltes gehört zu den sieben besten Ideenskizzen, die die Jury aus 45 eingegangenen Skizzen ausgewählt hat. Das Bundesministerium fördert nun die Ausarbeitung der konkreten Umsetzungskonzepte. Daraus werden im Frühjahr nächsten Jahres wiederum die besten ausgewählt, die dann fünf Jahre lang mit insgesamt maximal 100 Mio. DM unterstützt werden. Carotinoide wie das in der Karotte vorkommende beta-Carotin haben eine große ernährungsphysiologische Bedeutung: Sie wirken antioxidativ und vorbeugend gegen Krebs. Spezifische Ketocarotionoide mit noch besseren Vorbeugungseigenschaften werden zwar von Pflanzen nicht produziert, die Synthese dieser Carotinoide kann jedoch in Karotten und Kartoffeln künstlich durch Gentransfer ausgelöst werden. Auf diese Weise könnten die Nahrungsmittel hinsichtlich ihres gesundheitlichen Wertes erheblich verbessert werden. Dieses Ziel verfolgt das Projekt, in dem zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen der Universität Karlsruhe interdisziplinär zusammenarbeiten. Beteiligt sind von der Universität Karlsruhe hauptsächlich das Institut für Lebensmittelverfahrenstechnik unter Leitung von Prof. Dr.Ing. Helmar Schubert und das Botanische Institut II mit Prof.Dr. Manfred Tevini. Auch die in Karlsruhe ansässige Bundesforschungsanstalt für Ernährung unter Leitung von Prof. Dr.ng. Walter Spieß und ihr Institut für Ernährungsphysiologie unter Leitung von Prof. Dr. Gerhard Rechkemmer wirken an dem Projekt mit. Für die gentechnischen Maßnahmen werden die Universität Frankfurt und für die Pflanzenzüchtung und vermehrung die TU München die Federführung übernehmen. Namhafte Industrieunternehmen engagieren sich ebenfalls mit erheblichen finanziellen Mitteln in dem Projekt. Wissenschaftler gehen davon aus, daß ein hoher Prozentsatz von Krebserkrankungen durch Naturstoffe in Nahrungsmitteln verursacht wird. Antioxidative und krebsvorbeugende Stoffe sind deshalb sehr wichtig. Im Fall der Ketocarotinoide könnten sie den Pflanzen jedoch nur durch gentechnische Veränderungen hinzugefügt werden. Prof. Schubert verweist auf die positiven Wirkungen und ist zuversichtlich, daß auch die Verbraucher einen verantwortungsvollen Eingriff in pflanzliche Systeme akzeptieren würden, wenn die Vorteile der Veränderungen überwiegen. Die Initiative zu dem Projekt ging von den Karlsruher Wissenschaftlern aus. Es stellt einen Kristallisationspunkt der engen Zusammenarbeit zwischen Instituten der Universität Karlsruhe und der Bundesforschungsanstalt für Ernährung dar. Sowohl die Bundesforschungsanstalt als auch die auf dem Gebiet der Lebensmittel-wissenschaften tätigen Institute der Universität bemühen sich, dieses Potential am Standort Karlsruhe durch eine weitere Zusammenarbeit zu stärken. Aus diesem Grund streben sie die Einrichtung eines Kompetenzzentrums im Neubau der Bundesforschungsanstalt an. Im Ernährungsbereich spielen sich international große Neuerungen ab. Der Wettbewerb des BMBF zeigt, daß man dort auf die Bedeutung dieses sowohl wissenschaftlich als auch wirtschaftlich sehr interessanten Bereichs aufmerksam wurde und sich der Entwicklung anschließen möchte. Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. habil. Helmar Schubert, Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar: Sachgebiet: Biologie und Biotechnologie, Chemie und Biochemie von: Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.) Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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