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Nanokompetenzzentrum in Tübingen(idw) Tübingen, 25. August 1998 Nanokompetenzzentrum für Tübingen Die Entscheidung im Wettbewerb "Kompetenzzentren in der Nanotechnologie", den das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie ausgeschrieben hatte, ist gefallen. Unter den 14 Bewerbern gehört das Institut für Physikalische Chemie der Universität Tübingen zu den sechs Gewinnern, die ein solches Kompetenzzentrum erhalten. Die Gewinner werden vom Ministerium über einen Zeitraum von fünf Jahren mit bis zu 150 Millionen DM gefördert. Das Bundesministerium will durch den Wettbewerb gezielt eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts fördern, damit Deutschland mittelfristig mit den in der Nanotechnologie führenden Nationen - USA, Japan, China - mithalten kann. Die Tübinger Wissenschaftler hatten sich für den Bereich "Herstellung und Anwendung von Nanomaterialien und molekularen Architekturen" beworben, das künftige Kompetenzzentrum wird sich speziell mit "Nanotechnologie: Funktionalität durch Chemie" befassen. Bei der Entwicklung nanostrukturierter Werkstoffe kommt der Chemie eine immer wichtigere Rolle zu, so z.B. bei der Herstellung von Pharmazeutika, Dispersionsfarben, der Optimierung von Katalysatoren sowie bei Klebe-, Lackier- und Schmierprozessen. Im Vergleich zur Mikrotechnologie arbeitet die Nanotechnologie mit noch kleineren Strukturen und Materialien, die schon sehr nah an der Größe von Atomen sind. Im Tübinger Kompetenzzentrum werden z.B. Supramoleküle, biologische Funktionseinheiten oder Nanokristalle eingesetzt werden. Entscheidende Bedeutung kommt in Tübingen der Verzahnung von Ausbildung, Forschung, Entwicklung, Produktion und Vermarktung zu. Deswegen umfasst das Tübinger Kompetenzzentrum neben dem Institut für Physikalische Chemie weitere 40 Forschungseinrichtungen, 41 klein- und mittelständische Betriebe, 12 Großunternehmen und sechs Dienstleister, über einen eigenen Webserver sollen Informationen schnell ausgetauscht werden können. Das Kompetenzzentrum hat den Anspruch, anwendungsorientierte Forschung zu betreiben und die Schaffung neuer Betriebe und Arbeitsplätze im Nanobereich zu fördern. Ansprechpartner: Sachgebiet: Chemie und Biochemie von: Eberhard-Karls-Universität Tübingen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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