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"Technologie in Partnerschaft"(idw) Nr. 086 / 4. August 1998 / mea "Technologie in Partnerschaft" Die Universität Karlsruhe ist ab dem 6. August mit zwei neuen Exponaten auf der ständigen Technologie-Transfer-Ausstellung "Technologie in Partnerschaft - Forschung, Innovation und Transfer in der Technologieregion Karlsruhe" im Landesgewerbeamt vertreten: Auf einem Stand präsentiert sich das Geodätische Institut mit Postern, einer Multimedia-Show und weiteren Objekten. Darüber hinaus ist MINIBAT ausgestellt, ein handliches Sensorsystem zur Vorortmessung in Seen und Meeren. Es wurde am Institut für Petrographie und Geochemie unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Doris Stüben entwickelt. Die beiden Exponate lösen die bis dahin ausgestellte "Parastation" ab, ein Kommunikationsschubsystem zur Vernetzung von PC und Arbeitsplatzstationen zu leistungsstarken Parallelrechnern. MINIBAT erkundet Seen und Meere Herzstück des Gerätes sind verschiedene Sensoren, die kontinuierlich Temperatur, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, Säuregrad sowie Trübung und Chlorophyllgehalt des Wassers messen. Fakultativ können Sensoren für Schwefelwasserstoff, das zum Beispiel in "umgekippten Seen" vorkommt, sowie in naher Zukunft auch für Kohlendioxid und andere klimarelevante Gase eingesetzt werden. Ein Drucksensor zeichnet zu allen Meßdaten die augenblickliche Tiefenlage des MINIBAT auf. Gleichzeitig wird durch ein satellitengestütztes Navigationssystem die Position ermittelt. Alle Daten werden über das Schleppseil an einen Laptop an Bord geleitet, wo sie auf dem Bildschirm im Augenblick der Messung ausgegeben und gespeichert werden. Dadurch können gegebenenfalls sofort Kurskorrekturen vorgenommen werden und an interessanten oder auffälligen Stellen die Messungen wiederholt und präzisiert werden. Eine parallel eingesetzte Unterwasserpumpe ermöglicht die Entnahme von Wasserproben zur weiteren Analyse. Somit erlaubt MINIBAT in relativ kurzer Zeit die Erkundung und Kartierung der Beschaffenheit größerer Wasserkörper. Bei verschiedenen Projekten wurde MINIBAT bereits erfolgreich eingesetzt: Beispielsweise wurde die Auswirkung einer Seekreideaufspülung - einer Restaurierungsmaßnahme - auf die Gewässergüte des Arendsees in Sachsen-Anhalt überwacht. Vor den ägäischen Inseln Milos, Santorin und Kos wurde mit MINIBAT die Beeinflussung von Meeresgebieten durch untermeerische heiße Quellen untersucht. Multimedia-Show informiert über Grönland-Expedition Schautafeln informieren über den Studiengang Vermessungswesen und stellen zwei Forschungsschwerpunkte vor: Zum einen handelt es sich um das Teilprojekt "Dreidimensionale Plattenkinetik in Rumänien" des Sonderforschungsbereichs "Starkbeben: Von geowissenschaftlichen Grundlagen zu Ingenieurmaßnahmen". Zum anderen wird das BMBF-Verbundprojekt "Referenznetz Antarktis" vorgestellt, das sich mit der Anlage und Bestimmung eines geodätischen Referenznetzes im Bereich des atlantischen Sektors der Antarktis für geokinematische Untersuchungen befaßt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Informationen über verschiedene Aktivitäten zur Nutzung des Global Positioning System (GPS), das zunehmend auch für mittelständische und kleinere Ingenieurbüros an Bedeutung gewinnt. Diese Presseinformation ist auch im Internet unter folgender Adresse abrufbar: Sachgebiet: Chemie und Biochemie, Architektur und Bauwesen, Geowissenschaften von: Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.) Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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