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Nachtfahrbrillen - nützlich oder gefährlich?(idw) Immer wieder wird für Brillen geworben, die das Sehvermögen bei un-günstigen Sichtverhältnissen, zum Beispiel bei Nacht, mit Hilfe von Filtergläsern deutlich verbessern sollen. Brillen mit gelbgefärbten Gläsern, wie sie auch unter Skifahrern beliebt sind, werden bisweilen als sehverbessernd bei schlechten Lichtverhältnissen angeboten. Der Gelbfilter lässt den Eindruck entstehen, heller und damit besser zu sehen. Wissenschaftler der Universitäts-Augenklinik Tübingen überprüften, ob durch diese Spezialbrillen tatsächlich eine Verbesserung des Dämmerungs- oder Nachtsehens erreicht werden kann.* Die Untersuchung: Um gleiche Voraussetzungen zu schaffen, wurden die beiden qualitativ hochwertigen, unterschiedlich stark getönten Gelbfilterbrillen gegen eine Klarglasbrille getestet. Die Untersuchung wurde in einem abgedunkelten Raum vorgenommen. Dem Arzt wurden die Brillen in einem verschlossenen Behälter gereicht, so dass nicht mehr festgestellt werden konnte in welcher Reihenfolge die Gläser geprüft wurden. Mit jeder Brille absolvierte der Proband einen Sehtest mit und ohne Blendung am Mesoptometer, einem Spezialgerät zur Messung des Kontrastsehens bei Dämmerung oder Dunkelheit. Es wurden sowohl normalsichtige als auch Personen mit eingeschränktem Sehvermögen untersucht. Das Fazit: Weder die Dämmerungssehschärfe noch die Blendempfindlichkeit lassen sich mit den getönten Spezialbrillen verbessern. Ansprechpartner für nähere Informationen: Universitätsklinikum Tübingen * Publiziert in ZPA, Zeitschrift für praktische Augenheilkunde und Sachgebiet: Medizin und Gesundheitswissenschaften von: Universitätsklinikum Tübingen Quelle: Informationsdienst Wissenschaft | ||||||||||
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