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Wissenschaftsnacht: Einzigartige Kunstpräsentationen



Neue Medien lassen ungeahnte Kunstformen entstehen

Neue Zeiten, viele Blickwinkel - so könnte man die Wissenschaftsnacht im Uni-Hauptgebäude zusammenfassen. Am Freitag, dem 30. Juni 2000 prallen in dieser Nacht Realität und Virtualität vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Entwicklungen im Globalisierungszeitalter aufeinander. Das gewählte Thema "Global Brain - die Evolution von Wissen und Handeln" faßt die drei Hauptthemen des diesjährigen Wissenschaftsfestivals - Globaler Wandel, Gehirnforschung und Informationstechnologie - auf ungewöhnliche Weise zusammen. Mit Hilfe von einzigartigen Wissenschafts-, Theater- und Musikerlebnissen unterschiedlichster Facetten wird die heutige "Internetzeitrechnung" interpretiert: Handfeste Wissenschaft wird umrahmt von futuristischer und bisher nie dagewesener Kunst"performance". Uraufführung hat beispielsweise die Multimedia-Installation "Weltmusik" des Medienlaboratoriums des Musikwissenschaftlichen Seminars der Uni Bonn. Den Besucher erwarten hierbei überraschende Klangcollagen aus der Zauberwelt der "Neue Medien" gepaart mit visuellen Collagen, aku-stischen und optischen 3D-Effekten.

(idw) Ungewöhnlich ist auch der musik-theatralische Bildersturm "Stadt 2000 - 2000 und eine Stadt" des "Ensembles 9. November", das seine aktuelle Inszenierung erstmals außerhalb Frankfurts präsentieren. In dieser Aufführung dreht sich symbolisch - im wahrsten Sinne des Wortes - alles um die weltweit vernetzte Mobilität und Urbanität und um die Stadt als Ursprung der Zeitrechnung.

Ebenfalls als Premiere in Bonn: die "Plaintext Players" - eine Künstlergruppe die gezielt die neuen Kommunikationswege des Internets nutzt und so eine radikal experimentelle Form von Performance-Kunst entstehen läßt. Die "Plaintext Players" sind eine Gruppe von Künstlern und Künstlerinnen, Schriftstellern und Schriftstellerinnen, die improvisatorisches Theater live und online - und das nicht nur in Bonn, sondern zeitgleich an verschiedenen Orten der Welt - aufführen.

Absolventen der Kölner Kunsthochschule für Medien werden gemeinsam mit der mouVoir-company in ihrer hybriden Tanzinterpretation "ba:ab" das Verhältnis der Realität der Körper zur Virtualität der Bilder aufeinanderprallen lassen. Im Hörsaal 1 regen drei Kinofilme zum Nachdenken über unsere "schöne neue Welt" an: Der Marsch, Mikrokosmos und Powaqqatsi werden während der Wissenschaftsnacht ab 20.15 ebenfalls mit freiem Eintritt gezeigt.

Handfest und mit beiden Beinen auf dem Boden bezaubern die Akteure der Circusschule Don Mehloni und das Collegium Musicum die Besucher mit Musik und Schabernack. Wer durch die vielen Eindrücke der Nacht der Bonner Nächte extrem energiegeladen ist, kann ab Mitternacht mit DJ Frederik die Uni zum "Rocken" bringen.

Infos und Programme zur "Wissenschaftsnacht": SFG-Organisationsbüro (0228) 73 97 47, Fax: (0228) 73 9691, e-mail: wissenschaftsfestival@uni-bonn.de
Infos und Programme zu "Gebändigtes Licht": Deutsche Physikalische Gesellschaft (02224) 95 195 18, Fax: (02224) 95 195 19, e-mail: presse@dpg-physik.de

Sachgebiet: nicht-fachbezogen

von: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft


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